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Die Sektsteuer wird abgeschafft

Die angekündigte Steuerreform soll die unbeliebte Sektsteuer endlich wieder kippen. Allerdings erst im Jahr 2022.

Entgegen aller Kritik und Vernunft war die Sektsteuer im Jahr 2014 eingeführt worden. An Steuereinnahmen hat sie wie erwartet nur sehr wenig gebracht, der heimischen Sekt-Wirtschaft allerdings einen eklatanten Nachteil gegenüber Billigproduzenten aus dem Ausland beschert. Wie am 30. April nun von der Bundesregierung bekannt gegeben wurde, soll die Sektsteuer als Begleiterscheinung der groß angekündigten Steuerreform fallen. Wirksam soll der Beschluss allerdings erst mit 1. April 2022 werden.

Falstaff-Herausgeber Wolfgang Rosam hat sich seit dem Beschluss vor fünf Jahren mehrfach vehement gegen die Sektsteuer ausgesprochen und u.a. festgestellt, dass Italiener über Gratis-Marktanteile in Österreich jubeln. Nun begrüßt er die Abschaffung:

»Die gute Nachricht ist: Sie wird endlich wieder abgeschafft. Die schlechte Nachricht ist, dass das noch so lange dauert. Dabei bringt diese Bagatellsteuer dem Fiskus so gut wie nichts! Sondern begünstigt nur die Importe von billigem Prosecco, der nicht als Sekt gilt und damit die österreichischen Sektproduzenten eklatant benachteiligt.«
Falstaff Herausgeber Wolfgang Rosam

Wolfgang Rosam
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Wolfgang Rosam

Bei Schlumberger knallen die Korken

Schlumberger Vorstandsvorsitzender Arno Lippert begrüßt naturgemäß die Entscheidung und will die Steuerersparnis an die Konsumenten weiter geben. »Die intensiven Gespräche unseres Hauses mit Vertretern der Regierung haben sich letztendlich bezahlt gemacht«, so der Schlumberger-Boss. Einen Wermutstropfen sieht er aber wie Rosam in der Dauer bis zur Umsetzung – drei weitere Jahre bleibt die Wettbewerbsverzerrung und Benachteiligung österreichischer Sekthersteller bestehen.

Arno Lippert, Vorstandsvorsitzender Schlumberger
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Arno Lippert, Vorstandsvorsitzender Schlumberger
Bernhard Degen
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