Guter Wein für wenig Geld
Sündteure Weine trinkt man nicht jeden Tag. Deshalb hat die Falstaff-Redaktion knapp 20 Rotweine ausgesucht, die wenig kosten, für die man sich aber dennoch nicht genieren muss.
Falstaff hat drei Preiskategorien festgelegt und Tausende Verkostungsnotizen des vergangenen Jahres durchforstet, um so jene Rotweine auszuwählen, für die das Motto gilt: viel Wein für wenig Geld. Zusätzlich wurden die Korrespondenten befragt, und auch aus dem Bereich Social Media kamen wertvolle Hinweise auf Rotweine, die viel Freude bereiten und wenig kosten. Denn dass ein Wein, der mehr als 50 Euro kostet, auch ausgezeichnet sein sollte, ist eigentlich selbstverständlich, trifft aber leider auf die wenigsten wirklich zu. Denn 95 von 100 Punkten erreichen weiß Gott nicht alle Produkte in dieser Preisklasse. Hier wird sehr oft auch ein Image mitbezahlt, sei es ein besonders prestigeträchtiges Weingut oder eine bekannte Region wie Bordeaux – oder wie so oft eine Kombination aus beidem. Wie gut diese Weine auch sein mögen, sie sind in jedem Fall überbezahlt, auch wenn sie dem Konsumenten, der sich mit dem Prestige des Produktes schmücken möchte, diese Zusatzkosten wert sind.
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Deshalb hat sich Falstaff für eine Kategorie bis 15 Euro, eine zweite bis 30 Euro und eine dritte mit Preisen von bis zu maximal 40 Euro entschieden. Bei der Auswahl für die erste Gruppe kam der Redaktion die aktuelle Falstaff-Rotweinprämierung entgegen, für die weit über 1000 österreichische Rotweine aus dem herausragenden Jahrgang 2011 verkostet wurden. Und so wird diese Kategorie namens »Best Buy« von einem sensationellen Blaufränkisch angeführt, der von der Fachjury in Blindverkostung mit satten 95 Punkten und dem dritten Rang in dieser wichtigen Sortengruppe ausgezeichnet wurde. Aber auch ein sehr sortentypischer Blaufränkisch mit 92 Punkten um sensationelle 4,99 Euro ist allemal ein überaus verführerisches
Angebot.
In der Gruppe »Top Value« bis maximal 30 Euro werden internationale Rotweine vorgestellt, bei denen es sich um besonders ausdrucksstarke Vertreter ihre Rebsorte und Herkunftsregion handelt. Und für die dritte Gruppe »Falstaff Favorite« muss ein Wein nicht nur leicht verfügbar und erhältlich sein, sondern vor allem echte Klasse zeigen.
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Text von Peter Moser
Aus Falstaff Nr. 08/2013