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Symbolbild © Shutterstock

In Salzburg kommen bald Marmorkrebse, Signalkrebse und Kamberkrebse auf die Speisekarten

Muscheln
Salzburg
Restaurant
Umweltschutz

Hintergrund für die neue Vielfalt in der Gastronomie ist ein ökologisches Problem.

Vor rund fünf Jahren entdeckten Fischer erstmals Marmorkrebse im Karlsbader Weiher in Salzburg-Liefering. Seitdem hat sich das Gewässer mit diesen Tieren gefüllt. Dies stellt ein Problem dar, da nicht-einheimische Organismen, die in ländlichen Gebieten Fuß fassen, in denen sie normalerweise nicht vorkommen (sogenannte invasive Arten), dort ansässig werden und einheimische Tiere sowie Pflanzen verdrängen können. Ein einzelnes Individuum eines Marmorkrebses genügt, um ein Gewässer langfristig zu besiedeln und einheimische Krebsarten auszulöschen. Aber auch Aal und Sonnenbarsch sind Gegenstand intensiver Diskussionen.

Um diesem Trend Einhalt zu gebieten, beabsichtigt das Land Salzburg nun, Maßnahmen gegen drei solcher fremden Arten zu ergreifen. Diese umfassen den Marmorkrebs, den Sonnenbarsch und die Quaggamuschel. In einem ersten Schritt werden drei nicht-einheimische Krebsarten werden in Salzburg auf den Speisekarten zu finden sein, wie dies in Frankreich beispielsweise schon lange der Fall ist. Die Salzburger Landesregierung hat dies mittels einer frischen Verordnung festgelegt. Ab dem 1. September werden somit Marmorkrebse, Kamberkrebse und Signalkrebse zum Verzehr freigegeben.

Strenge Regelungen

Die neu eingeführte »Krebsarten-Managementverordnung« erlaubt Personen, die für die Bewirtschaftung von Fischgewässern verantwortlich sind (oder von ihnen beauftragt wurden), den Fang und Verkauf von Marmorkrebsen, Signalkrebsen und Kamberkrebsen an die Gastronomie sofern sie über die erforderliche fischereifachliche Qualifikation verfügen. Geschäftstreibende dürfen diese Lebewesen lebendig transportieren und aufbewahren, jedoch nur im politischen Bezirk, in dem sie entnommen wurden, oder in den unmittelbar angrenzenden Salzburger Bezirken. Die Gültigkeit der Verordnung erstreckt sich über einen Zeitraum von sechs Jahren.

Julia Emma Weninger
Julia Emma Weninger
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