Wein-Raritäten und Frühstück: Mödlings zweigleisiges »Genussatelier«
Je nach Tageszeit frönen Doris Bracher und Peter Schleimer ihrer Expertise nahe dem berühmten »Drach-Hof«: Frühstück mit Bio-Schmankerl gibt es auch zum Mitnehmen, dazu wartet eine wechselnde Auswahl an Weinen glasweise.
»Die schönste Mahlzeit des Tages gemütlich daheim verbringen« – mit diesem Motto versorgt die »Gundelrebe« bereits Loosdorf mit Frühstücksboxen. Doris Bracher hat dieses Service-Idee geboren, die vor allem auch Bio-Zutaten für die diversen Köstlichkeiten zum Tagesstart garantiert. Nun gibt es dieses Service auch mitten in Mödling: Von 7.30 bis 10 Uhr kann die bestellte Box für zwei (auch vegetarische und vegane Frühstücke sind möglich) abgeholt werden. Das »Genussatelier« wird den ehemals stadtbekannten »Salon Ludwig« aber nicht nur frühmorgens bespielen.
Frühstück im alten Friseur-Laden
Den »Traum vom eigenen Lokal, den ja viele haben« (© Doris Bracher) lebt die Loosdorferin mit Weinjournalist Peter Schleimer. Er hatte das Lokal in der Hauptstraße 30 bislang als Lager für seinen Weinhandel benützt. Und damit kommt die zweite Spezialisierung im »Genussatelier« hinzu: Kuratierte Weine abseits des Mainstreams. Oder, wie die Frühstücks-Box-Erfinderin sagt: »Zum Frühstück kommt der Feierabend dazu«. Beim Preis-Aufschlag hält man es beim Rebensaft schlank dank der Importe bzw. direkter Winzer-Kontakte. Eine Rarität wie den »Hirsch Vineyard« von Ted Lemon wird man selten wo um 120,- Euro finden! Selbst einzelne Single Malt-Raritäten (Balmenach 2004) zieren die Regale.
Kleinauflagen sind eine weitere Spezialität, die an zwei Tagen auch abends eingeschenkt wird. Donnerstag und Freitag ist dafür von 16.30 bis 20 Uhr geöffnet, um Entdeckungen jenseits bekannter Etiketten zu machen. Dazu gehören auch Thermenregion-Winzer wie Pferschy-Seper und Niegl. Letzterer hat auch einen Neuburger aus Peter Schleimers Weingarten nach dessen Vorgaben erzeugt. Klar, dass auch damit auf die Eröffnung angestoßen wurde – u.a. mit Sommelier-Urgestein Adi Schmid, Winzerin Birgit Pferschy-Seper und Karin und Martin Niegl.
Wein abseits des Etiketten-Trinkens
Geöffnet hat das neue »Genussatelier« Mittwoch bis Samstag (7.30 bis 14 Uhr), da kann auch vor Ort genossen werden. Top-Espresso oder ein Weitra-Bier sowie Sekte von Christian Madl und Champagner von Marc Hebrart ergänzen das Angebot der wechselnden Achterl-Karte.
Gegen »Stoppelgeld« werden aber auch die Raritäten, die es sonst über die Gasse gibt, geöffnet. Ob Barolo von G.D. Vajra, Nuits-Saint-Georges (Robert Chevillon), Rieslinge deutscher Spitzenbetriebe wie Van Volxem oder Dönnhoff, aber auch Pauillac von Château Duhart-Milon – Weinfreunde haben die Qual der Wahl!
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