Wer hier kein gutes System hat, ist verloren: MS-Europa-Sommelière Jana Töpfer inmitten von Weinkartons.

Food-Logistik auf Kreuzfahrtschiffen

Bettina Laude, 11.03.2020

Eine Seefahrt, die ist köstlich. Dafür sorgt auf Kreuzfahrtschiffen eine riesige Food-Logistik-Maschinerie. Unsere Autorin blickt in die Vorratskammern.

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Was auf den Speise­karten oder auf dem Buffet der MS Europa stehen wird, wissen die Chefköche Tilman Fischer und Sascha Krahe schon Monate im Voraus. Und auch, wann und wo sie die Waren an Bord nehmen werden. Denn 7550 Eier, 250 Kilogramm Käse oder knapp zwei Tonnen Fleisch bekommen sie nur in den wenigsten Häfen der Welt in der für ein Fünf-Sterne-Plus-Schiff gewünschten Qualität. Von den 1200 Austern oder den 380 Kilogramm Lobster mal ganz zu schweigen. Diese Mengen verarbeitet die Küchencrew durchschnittlich auf einer zehntägigen Reise. Mal eben auf den Landgängen in Indonesien oder Neuseeland – typische Winterziele der MS Europa – auf den Großmarkt gehen und hoffen, dass man die Waren schon wie benötigt finden wird? Keine Chance. Und auch viel zu risikoreich. Denn was sollten Fischer und Krahe ihren genusskundigen Gästen sagen, die immerhin mehrere tausend Euro pro Person für eine Reise zahlen: Fisch und Obst sind heute leider aus? Undenkbar.

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