Gammelhai und Hammelhoden: So schmeckt der Winter in Island

Anna Wender, 30.01.2026

Island schockt die Welt mit außergewöhnlichen Essgewohnheiten: Fermentierter Hai, Schafskopf oder eingelegte Lammhoden. Doch was steckt wirklich hinter diesen ungewöhnlichen Delikatessen? Und warum sind sie derzeit besonders gefragt?

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Seit Freitag wird in Island wieder »Gammelfleisch« gegessen. Wirklich vergammelt ist hier allerdings nichts! Vielmehr beginnt mit dem letzten Freitag im Januar der Monat »Þorri« (sprich: Thorri) und damit eine Zeit, die tief in der isländischen Geschichte verwurzelt ist. Þorri steht für Tradition, Zusammenhalt und die Erinnerung an die Herausforderungen, denen sich die ersten Siedler der Insel im Nordatlantik stellen mussten – besonders in kulinarischer Hinsicht. Der Höhepunkt des Monats ist das »Þorrablót«, das Mittwinterfest, bei dem die Isländer zusammenkommen, um das »þorramatur« (zu Deutsch: »Gammelessen«) zu genießen. Was für Außenstehende häufig schwer verdaulich wirkt, ist für Einheimische ein existenzieller Teil ihrer Geschichte und Kultur.

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