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Ein Tag am Noryangjin-Fischmarkt ist ein Crashkurs in nonverbaler Kommunikation. Die Sprachen, mit denen wir (Westeuropäer) uns gerne weltgewandt geben, versteht hier niemand. Gesprochen, gerufen und geschrien wird trotzdem. Noryangjin ist kein hübscher kleiner Bauernmarkt, sondern gross und chaotisch. Fischhändlerinnen an kleinen Ständen bieten alles, was das Meer hergibt, von Plankton und Muscheln über Hummer und Königskrabben bis zu den richtig grossen Dingern. Wal und Hai gibt es zwar nicht an jedem Stand, finden wird man sie auf jeden Fall. Es dauert nur länger. Weiter hinten dann wird der Geruch deutlich strenger. In meterlangen Reihen steht Kübel an Kübel, Dose an Dose mit verrottetem Fisch in jeder erdenklichen Stufe des Zerfalls. Hier spürt man zum ersten Mal den Kontakt mit der kulinarischen Seele Koreas.
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