Ökologische Nachhaltigkeit im Alentejo

Ökologische Nachhaltigkeit im Alentejo
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Nachhaltiger Weinbau im Alentejo

Von alten Reben, Korkeichen und glücklichen Schweinchen.

Im Alentejo wird Weinbau schon lange im Kontext einer nachhaltigen Mischwirtschaft betrieben. So ergänzen hier die Weinberge seit jeher die sogenannte «Montado». Der Begriff beschreibt die beweideten Eichenhaine, in denen die schwarzfüssigen «Porco Preto»-Schweinchen leben und sich von jenen Eicheln ernähren, die danach den hochwertig aromatischen «Presunto» (Eichelschinken) ergeben. Gleichzeitig produzieren die Eichenbäume auch den ökologisch wertvollen, weil natürlich nachwachsenden Kork. Alle neun Jahre werden die Bäume geschält. Pro Hektar können so rund 150 Kilo Kork geerntet werden. Organisationen wie der WWF gehen davon aus, dass heute im westlichen Mittelmeerraum mindestens 100‘000 Menschen von der Korkgewinnung leben.

Ökologische Vielfalt

Zudem kehren viele der stolzen Landgüter, Herdades genannt, heute mit modernen Konzepten zur altbewährten Mischwirtschaft zurück. Sie produzieren nebst prestigeträchtigen Spitzenweinen auch Olivenöl, Honig, Käse, Gemüse, Kräuter für Tees und Würzmischungen und vieles mehr. Damit tragen sie zu einem reichhaltigen Ökosystem bei. Einige dieser Herdades bieten inzwischen ihre eigens angebauten Spezialitäten in ihren gutseigenen Restaurants und Hotels an, und erweitern damit ihr Konzept hin zu einem nachhaltigen Tourismus.

Nachhaltiger Anbau

Im Alentejo hat der sorgsame Umgang mit Wasser höchste Priorität. Kein Wunder erleben alteingesessene Sorten wie Antão Vaz, Roupeiro (beide weiss), oder rote Gewächse wie Alicante Bouschet und Trincadeira zu, die sich bestens auf die klimatischen Verhältnisse eingestellt haben, eine Renaissance. Zudem sind diese Sorten heute mehr denn je Garanten für eigenständige, charaktervolle Spitzenweine. Eine wachsende Zahl von innovativen Weingütern erprobt zudem neue Konzepte zur Wasser-Retention. Hierfür wird das abfliessende Regenwasser im Winterhalbjahr in Seen und Teichen gefasst. Am Rand dieser Gewässer entsteht allmählich eine Vegetation, die den Boden vor dem Austrocknen bewahrt. Mit diesem Konzept ist auch in den halbsteppenartigen Regionen des Alentejo ein Weinbau mit einem weitgehendst geschlossenen Wasserkreislauf möglich. Die geringen Niederschläge während der Reifezeit der Trauben haben auch ihr Gutes. Sie verringern die Gefahr von Fäulnis und Pilzkrankheiten in den Rebbergen. Immer mehr Weingüter bekennen sich denn auch zu einem naturnahen, bzw. nachhaltigem Anbau.


Info

Weitere Informationen finden Sie unter vinhosdoalentejo.pt 
sowie unter instagram.com/WeineDesAlentejo und facebook.com/WeineDesAlentejo

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