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Pantelleria liegt näher an Afrika als an Sizilien – ein schwarzer Vulkanfelsen, geformt von Wind und Meer. Wer hier ankommt, erlebt Reduktion aufs Wesentliche: schwarzer Basalt, tiefblaues Meer, endloser Himmel. Dazu der Wind, der unablässig weht; mal kühl aus dem Norden, mal heiß aus dem Süden. Bent el Riah, Tochter des Windes, heißt die Insel treffenderweise im Arabischen. Der Scirocco aus der Sahara, fährt immer wieder sengend über die Terrassen – und doch überrascht die Insel mit sattem Grün. Auf jahrhundertealten Terrassen wachsen Wein, Oliven, Gemüse und die berühmten Kapern – ein Wunderwerk der Beharrlichkeit. Ein Wunderwerk ist auch der »Giardino Pantesco«. Orangenbäume reagieren sehr empfindlich auf Wind und bilden dann kaum Früchte. Um die Bäume zu schützen, wurde ringsum bis auf eine Höhe von drei Metern eine mächtige Steinmauer errichtet. So kann Licht und Regen ins Innere, der Wind bleibt draußen. Der Eintritt erfolgt über eine kleine Tür, drinnen stehen ein bis zwei Orangenbäume, die sich hier voll ausbreiten können. Rund 400 solcher Gärten gibt es auf Pantelleria heute noch.
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