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Es muss ein ziemlicher Kulturschock gewesen sein, als Haya Molcho, die in Tel Aviv aufgewachsen ist, 1981 nach Wien kam, eine damals ziemlich graue Stadt. Gerade beim Essen vermisste sie das „sympathische Chaos“ auf den Tellern: Jeder verzehrte nur, was er bestellt hatte, während in Israel und im Orient selbstverständlich geteilt wurde. „Perfektion bremst die Geselligkeit“, sagte Molcho einmal in einem Interview mit der „Kleinen Zeitung“ – sie bringt damit auf den Punkt, was ihre Stärke ist: Sie hat Wien nicht nur spannende neue Lokale geschenkt, sondern auch ein Stück levantinischer Lebensfreude. Sie wollte Menschen zusammenbringen; entspannte Geselligkeit war von Anfang an genauso wichtig wie das Essen selbst.
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