Yannik Zamboni über TV-Auftritt mit seiner Mutter: «Wenn wir uns anschreien, dann tun wir das auch im TV»
Wenn Yannik Zamboni kocht und seine italienische Mamma daneben steht, kann es nur unterhaltsam werden. Im Gespräch mit Falstaff erzählt der Schweizer Modedesigner, warum er mit seinem TV-Gericht nicht ganz zufrieden war und, dass er im Alltag fast nur von Lieferdiensten lebt.
In der neuen 3+-Serie «Mis Mami chocht besser als dis» tritt Yannik Zamboni gemeinsam mit seiner italienischen Mutter Tiziana zum Kochduell an. Unter der Aufsicht seiner Mamma kocht der Schweizer Modedesigner Tortiglioni mit Brokkoli, vegan interpretiert mit Artischockenherzen, getrockneten Tomaten und Chili. Falstaff hat mit den beiden über Familienrezepte, Zeitdruck vor der Kamera und italienisches Temperament gesprochen.
Falstaff: Herr Zamboni, was war früher Ihr Lieblingsgericht Ihrer Mutter?
Yannik Zamboni: Ich war ein sehr dankbares Kind – ich habe eigentlich alles geliebt, was sie gekocht hat. Besonders Pizza al forno oder Spinat. Meine Mamma hat schon immer alles selber gemacht, von Grund auf.
Frau Zamboni, hat Yannik auch mal für Sie gekocht?
Ja! Schon früher, als ich spät von der Arbeit nach Hause kam, hat er oft für mich etwas zubereitet. Ich habe die Zutaten hingelegt und er hat gekocht – alles Mögliche aus der italienischen Küche. Ich bin Vollitalienerin, Yanniks Vater halb. Bei uns gab es Polenta, Risotto, Pasta, Lasagne, Ravioli – alles hausgemacht.
Yannik, wie oft stehen Sie heute noch am Herd?
Kochen war lange meine grosse Leidenschaft, aber seit ich so viel unterwegs bin, lebe ich fast nur noch von Lieferdiensten und Restaurants. Das klingt jetzt nach sehr wenig, aber einmal im Monat versuche ich trotzdem, für mich selbst zu kochen. Mein Ziel wäre einmal pro Woche, aber mit dem vielen Reisen schaffe ich es einfach nicht.
Was waren für Sie beide die grössten Herausforderungen bei der TV-Show?
Tiziana: Die ersten 30 Sekunden war ich vor Nervosität ganz ruhig. Aber sobald es losging war ich voll konzentriet auf meine Aufgabe: Yannik Anweisungen zu geben. Ich habe alles um mich herum ausgeblendet. Es war stressig, aber spannend.
Yannik: Für mich war es speziell, nicht in meine gewohnten Umfeld zu sein. In der Mode bin ich zuhause, da habe ich auch vor der Kamera keine Hemmschwelle. Aber in einer fremden Küche mit Zutaten, die ich nicht selbst gekauft habe, einem Spitzenkoch, der zuschaut, meiner Mutter neben mir und einer tickenden Uhr – das war anspruchsvoll. Wir hatten nur 18 Minuten Zeit. Normalerweise richte ich Teller gerne schön an. Hier musste alles schneller gehen, so blieb dafür leider keine Zeit.
Wie war es, gemeinsam als Mutter und Sohn vor der Kamera zu stehen?
Yannik: Wir sind uns sehr nah, daher war es kein Problem. Wir verstellen uns nicht nur wegen einer Kamera. Wenn wir uns anschreien würden zuhause, tun wir das auch im Fernsehen (lacht).
Welches Gericht haben Sie in der Sendung gekocht? Und wie nahe war es am Original?
Tiziana: Tortiglioni mit Brokkoli. Aber ehrlich gesagt war es gar nicht wie das Original. Wir kochen immer nach Gefühl, jedes Mal ein bisschen anders.
Yannik: Für die Show habe ich eine vegane Version gemacht. Eigentlich kämen Sardellen und Oliven hinein, aber das mag ich beides nicht.
Warum sollten die Leute sich die Sendung ansehen?
Yannik: Weil es etwas unglaublich Natürliches ist: ein Mami und ihr Kind in einer Challenge. Vieles passiert rein intuitiv und spontan. Es ist nicht durchdacht, nicht gescriptet. Und genau das macht es so unterhaltsam.
«Mis Mami chocht besser als dis» wird ab dem 21. Oktober jeden Dienstag um 20.15 Uhr auf 3+ ausgestrahlt.