Der sächsische Mater of Wine Janek Schumann (li) schaut Weinbergmeister Peter Rudloff interessiert zu.

Juliusspital stellt um auf »sanften Rebschnitt«

Ulrich Sautter, 04.03.2016

Das fränkische Weingut überdenkt das »wie« beim Rebschnitt und ändert seine Methode.

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Im Winter werden die Reben geschnitten, das weiß in einem Weinbaugebiet jedes Kind. Über die Notwendigkeit des Schnitts gibt es kaum Kontroversen – über das »wie« jedoch schon. Denn Fachleute vermuten, dass ein falscher Rebschnitt beispielsweise zur Esca-Erkrankung des Rebstocks führen kann – und damit allzu oft zu seinem Absterben. Schneegriesel. Ein kühler Wind bläst Peter Rudloff kleine Körnchen ins Gesicht. Doch der Außenbetriebsleiter des historischen Würzburger Juliusspitals ist davon nicht zu beirren. Rebstock um Rebstock nimmt er in den Blick, betrachtet ihn von allen Seiten, überlegt kurz und setzt dann einen beherzten Schnitt, und noch einen. Dann schreitet er einen Meter hangabwärts und wiederholt seine Tätigkeit. Auch wenn er die Schere etwas kräftiger anpacken muss, verliert Rudloff nicht die Balance, hier im Steilhang der berühmten Lage Würzburger Stein.

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