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Es gibt Momente – und die sind gar nicht so selten –, da sagt Werner Knipser erst mal gar nichts und guckt nur vielsagend. Der Schalk sitzt ihm dabei im Nacken, manchmal ist es sogar ein besonders pointierter Kommentar, wenn er nur guckt. Wenn Knipser seine Überzeugungen einmal nicht nur über die Mimik zum Ausdruck bringt, dann formuliert er sie gerne kurz und lakonisch, etwa: »Wer Trauben ernten will, muss spritzen.« Oder, als Erfolgsrezept im Weinbau: »Ein guter Winzer nimmt gute Trauben.« Die gute Traube, so banal sie sich anhören mag, wurde für Knipser am Beginn seiner Karriere zum Lebensthema. Die ersten selbst gepflanzten Spätburgunder etwa brachten immer viel zu viele Früchte – schlicht deshalb, weil das damals verfügbare Pflanzgut auf hohe Erträge getrimmt war. Diese Trauben aber waren nicht gut genug für einen guten Winzer – und gestatteten es nicht, den Wein anschließend im kleinen Holzfass auszubauen. Es muss sich angefühlt haben wie ein Anlaufen gegen immer dieselbe Wand.
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