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An den Weissensee, eingebettet in Oberkärnten zwischen Drau- und Gailtal, findet man nicht zufällig. Von den Kärtner Seen ist er der unbekannteste, weil abgelegenste. Wer es allerdings einmal hierhergeschafft hat, besucht ihn immer wieder. Und das, obwohl er auf den ersten Blick wenig spektakulär daherkommt. Im Gegenteil. Er mäandert gemächlich dahin – sofern man von der Westseite des Sees via Greifenburg auf die 930 Höhenmeter anreist – und mutet vor allem wie ein süßer Badeteich an: Schilf auf beiden Seiten und dahinter sattgrüne Wiesen, wenige Hotels auf der einen Seite, keine auf der anderen Seite. Dann spannt sich eine Brücke (eine der wenigen Seebrücken weltweit!) über den See und plötzlich fühlt man sich in eine Fjordlandschaft versetzt. Links und rechts Berge, die steil ins Wasser abfallen und wildromantische Buchten bilden, die eine Farbe haben, die man sonst nur aus der Karibik kennt: helltürkises Wasser, weich und klar, lädt zum Planschen ein. Das Ende des Sees ist nur erahnbar, zieht er sich doch insgesamt über eine Länge von elf Kilometer.
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