{"id":42393,"date":"2024-06-20T14:20:23","date_gmt":"2024-06-20T12:20:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/?post_type=newsbeitrag&#038;p=42393"},"modified":"2024-06-20T14:41:59","modified_gmt":"2024-06-20T12:41:59","slug":"durch-das-rebranding-sind-viele-stammgaeste-weggefallen","status":"publish","type":"newsbeitrag","link":"https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/newsbeitrag\/durch-das-rebranding-sind-viele-stammgaeste-weggefallen\/","title":{"rendered":"\u00bbDurch das Rebranding sind viele Stammg\u00e4ste weggefallen\u00ab"},"content":{"rendered":"<p>\u00bbSoulsister\u2019\u00ab, ein Name, der nicht nur das Schwestern- und Eigent\u00fcmerduo Jessica Leitner-Reitzer (30) und Jennifer Franic-Reitzer (28) bezeichnet, sondern auch das Hotelkonzept verk\u00f6rpert. Das Vier-Sterne-Superior-Wellness-Hotel verbindet lokale Gastfreundschaft mit modernem Touch.<\/p>\n<p>Im Gespr\u00e4ch mit PROFI erz\u00e4hlen die jungen Unternehmerinnen, warum sie den elterlichen Betrieb, der sich unter dem Namen \u00bbHotel Antonius\u00ab einen Namen gemacht hatte, komplett re-branded haben, wie das bei den Stammg\u00e4sten angekommen ist, wie sie ihre unterschiedlichen Pers\u00f6nlichkeiten unter einen Hut bekommen und zum Konzept \u00bbHarmonie der Gegens\u00e4tze\u00ab erhoben haben, warum Hunde besonders gern im \u00bbSoulsisters&#8217;\u00ab gesehen werden und welches kulinarische Highlight sie f\u00fcr den Sommer geplant haben.<\/p>\n<p>PROFI: <strong>Ihr habt das \u00bbHotel Antonius\u00ab, das seit drei Generationen in Familienbesitz ist, habt ihr vor zwei Jahren renoviert, rebranded und unter dem Namen \u00bbHotel Soulsisters\u2018\u00ab neu er\u00f6ffnet. Was waren die Beweggr\u00fcnde daf\u00fcr und warum habt ihr nicht an der bestehenden Marke \u00bbAntonius\u00ab festgehalten?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Jennifer:<\/strong> Als wir das Hotel \u00fcbernommen haben, wollten wir unsere Handschrift und unsere Vision einbringen. Das war zuerst \u00fcber den Umbau und das Design und schlussendlich wollten wir dann auch einen Namen haben, der uns und was uns ausmacht, widerspiegelt.<\/p>\n<p><strong>Jessica:<\/strong> Du kannst ein Produkt besser verkaufen, wenn du wirklich 100-prozentig hinter ihm stehst. Ich denke, wir k\u00f6nnen die G\u00e4ste dadurch noch mehr begeistern. Als wir das Hotel \u00fcbernommen haben, war es \u2013 von der Innenausstattung her \u2013 ein veralteter Betrieb. Wir wollten den Betrieb nach unseren Vorstellungen gestalten.<\/p>\n<p><strong>Wie ist das Rebranding bei den Stammg\u00e4sten angekommen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Jessica:<\/strong> Viele waren nat\u00fcrlich beeindruckt. Es war aber auch so, dass das G\u00e4steklientel fr\u00fcher haupts\u00e4chlich Familien waren und das \u00bbSoulsisters\u00ab-Konzept ist nicht mehr komplett auf Familien ausgerichtet. Dadurch sind auch viele Stammg\u00e4ste weggefallen. Daf\u00fcr bauen wir seit dem Relaunch wieder viele neue Stammg\u00e4ste auf und das gelingt uns \u00fcberraschenderweise relativ schnell.<\/p>\n<p><strong>Jennifer:<\/strong> Nachdem sich das neue Konzept so sehr vom alten unterscheidet und sich auch die Preisgestaltung komplett ge\u00e4ndert hat, ist es logisch, dass dann auch viele der fr\u00fcheren G\u00e4ste wegbleiben. Daf\u00fcr kommen neue dazu und, wie gesagt, wir freuen uns, wenn wir sehen, dass wir eine neue Stammkundschaft aufbauen.<\/p>\n<p><strong>Die Zusammenarbeit unter Geschwistern birgt oft viel Potential f\u00fcr Konflikte. Wie sieht das bei euch aus: Gibt es Momente, wo euch die jeweils andere auf die Nerven geht, und wie geht ihr mit Reibereien untereinander um?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Jessica:<\/strong> Ich w\u00fcrde jetzt l\u00fcgen, wenn ich sagen w\u00fcrde, dass es nie Reibereien g\u00e4be <em>(lacht)<\/em>. Ich glaube, das ist ziemlich normal unter Geschwistern. Wir sind von der Personality her recht gegens\u00e4tzlich, was aber wieder zu einer St\u00e4rke f\u00fchrt. Wir verfolgen beide die gleiche Vision und aufgrund dieser unterschiedlichen St\u00e4rken und Schw\u00e4chen, die wir haben, erg\u00e4nzen wir uns sehr gut und pushen uns gegenseitig. Letztendlich haben wir die gleiche Vision und wollen den Betrieb st\u00e4rker machen.<\/p>\n<p><strong>Jennifer:<\/strong> Wenn du in einem Team arbeitest, dann musst du manchmal auch zur\u00fcckstecken und sagen: \u00bbOkay, wir fahren jetzt mal deine Richtung.\u00ab Und beim n\u00e4chsten Mal f\u00e4hrt man daf\u00fcr eine andere Richtung. Wichtig ist, dass man die gemeinsame Vision im Auge beh\u00e4lt.<\/p>\n<p><strong>Jessica:<\/strong> Genau, und manchmal dauert eine Diskussion halt l\u00e4nger, aber am Ende finden wir immer eine L\u00f6sung.<\/p>\n<p><strong>Wie teilt ihr euch die Kompetenzbereiche und T\u00e4tigkeiten untereinander auf?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Jennifer:<\/strong> Im Gro\u00dfen und Ganzen haben wir es uns so aufgeteilt, dass die Jessica sich haupts\u00e4chlich um die Bereiche Marketing und Sales k\u00fcmmert, w\u00e4hrend ich den operativen Bereich und das Thema Personal \u00fcberhabe. Aber die meisten Entscheidungen \u2013 gro\u00dfe Entscheidungen sowieso \u2013 werden gemeinsam getroffen. Wenn wir unterschiedlicher Meinung sind, dann h\u00f6rt man auf denjenigen, der den jeweiligen Bereich \u00fcber hat.<\/p>\n<p><strong>Jessica:<\/strong> Dadurch kann sich jede noch besser entfalten. Gl\u00fccklicherweise haben wir unterschiedliche Interessen und kommen uns dadurch nicht in die Quere. Die Jenny kennt sich extrem gut aus, was das ganze F&amp;B-Thema und das Personalmanagement betrifft. Dort mische ich mich dann auch nicht so ein und gebe maximal einen Input. Daf\u00fcr kann ich mich auf die Themen konzentrieren, die mir Spa\u00df machen.<\/p>\n<p><strong>In eurer Presseaussendung schreibt ihr, dass im \u00bbHotel Soulsisters\u2018\u00ab \u00bbscheinbare Kontraste zur harmonischen Einheit\u00ab werden. K\u00f6nnt ihr das an einem konkreten Beispiel festmachen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Jessica:<\/strong> Wir haben uns, als wir uns das Konzept f\u00fcr \u00bbSoulsisters\u2018\u00ab \u00fcberlegt haben, nat\u00fcrlich Gedanken gemacht, wie wir das umsetzen k\u00f6nnen \u2013 angefangen bei der Architektur. Wir haben einerseits viele traditionelle Materialen verwendet, wie etwa Filz oder Holz, und es diesbez\u00fcglich sehr schlicht gehalten. Als Kontrast dazu gibt es dann die Deko, wo wir mit Leuchtschriften, Hasenlampen und auff\u00e4lligeren Sachen arbeiten. Dazu geh\u00f6rt auch das Farbkonzept mit pink und blau. Diese Gegens\u00e4tzlichkeit zieht sich auch durch das kulinarische Angebot. Wir haben gemeinsam mit unserem K\u00fcchenchef ein Konzept kreiert, das eher auf traditionelle Rezepte aufgebaut ist, die aber sehr modern, cool und bunt interpretiert werden und mit Gegens\u00e4tzen spielen. \u00c4hnlich ist es im Service, wo wir auf eine hohe Qualit\u00e4t Wert legen und als Kontrast dazu eine lockere und gem\u00fctliche Atmosph\u00e4re bieten.<\/p>\n<p><strong>Jennifer:<\/strong> Diese Gegens\u00e4tze spiegeln auch unsere Pers\u00f6nlichkeiten wider. Wir sind sehr unterschiedlich und das k\u00f6nnen wir so zum Ausdruck bringen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_42668\" aria-describedby=\"caption-attachment-42668\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-42668\" src=\"https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Soulsisters-Hotel-Lobby-c-Soulsisters-Hotel-1500-1024x683.jpg\" alt=\"Die Lobby \u00a9 Soulsisters' Hotel\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Soulsisters-Hotel-Lobby-c-Soulsisters-Hotel-1500-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Soulsisters-Hotel-Lobby-c-Soulsisters-Hotel-1500-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Soulsisters-Hotel-Lobby-c-Soulsisters-Hotel-1500-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Soulsisters-Hotel-Lobby-c-Soulsisters-Hotel-1500.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-42668\" class=\"wp-caption-text\">Die Lobby \u00a9 Soulsisters&#8216; Hotel<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Welche Zielgruppen und G\u00e4steschichten m\u00f6chtet ihr mit eurem Konzept ansprechen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Jessica:<\/strong> Unsere Hauptzielgruppe sind junge und moderne Menschen, egal ob das jetzt Familien, Paare oder einfach nur Freunde sind. Die sind in der Regel zwischen Ende 20 und Mitte 50 sind. Aber jeder der junggeblieben ist, wird sich bei uns wohlf\u00fchlen. Das passt einfach gut zu uns, da wir sehr modern arbeiten wollen und unser Angebot ein bisschen anders und au\u00dfergew\u00f6hnlich ist und das wird von jungen und junggebliebenen Leuten sehr gut angenommen.<\/p>\n<p><strong>Das Herzst\u00fcck des kulinarischen Angebots ist das \u00c1-la-Carte-Restaurant \u00bbSoulsisters\u2018 Kitchen\u00ab, das vom erst 24-j\u00e4hrigen K\u00fcchenchef Jakub Radina geleitet wird. Worauf legt ihr dort kulinarisch Wert?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Jennifer:<\/strong> Unser K\u00fcchenchef \u00e4ndert die Karte alle halben Jahre, da wir nicht drei Jahre lang die gleiche Karte haben wollen. Unser Angebot ist nicht ganz so gro\u00df, weil alles frisch gemacht wird und meistens ist es ja so, je gr\u00f6\u00dfer die Karte, desto weniger wird selbst und frisch zubereitet. Zudem sind wir erst letzten Sommer mit dem \u00c0-la-Carte-Angebot gestartet und wir haben nat\u00fcrlich erst ein wenig ausprobieren m\u00fcssen, welche Gerichte funktionieren und welche nicht.<\/p>\n<p><strong>Jessica:<\/strong> Wie bereits erw\u00e4hnt, setzen wir auf klassische Gerichte mit einem modernen oder besonderen Twist. Wir haben beispielsweise ein Senfschnitzel vom heimischen Rind mit lila Kartoffeln und einem leckeren Dip auf der Karte.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr Sommer ist die Er\u00f6ffnung eines exklusiven Fine-Dining-Restaurants mit gerade einmal sechs Tischen geplant. Worauf d\u00fcrfen sich die G\u00e4ste da freuen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Jessica:<\/strong> Die Idee war es ein wenig einen Gegensatz zu unserem \u00bbnormalen\u00ab Restaurant zu setzen, wo die Qualit\u00e4t nat\u00fcrlich auch sehr hoch ist, aber die Speisenauswahl bodenst\u00e4ndiger ist. In dem neuen Fine-Dining-Restaurant geben wir Jakub die M\u00f6glichkeit, dass er sich anhand eines Men\u00fcs ausprobieren kann. Er experimentiert extrem gerne. Man k\u00f6nnte sagen, bunt ist seine Lieblingsfarbe beim Essen. Gleichzeitig haben wir dadurch die M\u00f6glichkeit unseren G\u00e4sten einen Mehrwert zu bieten, indem sie zwei Optionen haben: Sie k\u00f6nnen dadurch zum Finde Dining gehen und bekommen ein 6-G\u00e4nge-Men\u00fc zu einem leistbaren Preis oder sie k\u00f6nnen im normalen Restaurant die Mini-Burger oder einen Salat essen.<\/p>\n<p><strong>Jennifer:<\/strong> Es gibt in unserer Umgebung auch nicht wirklich viele Gourmet- oder Sternerestaurants. Das Fine-Dining-Restaurant wird wahrscheinlich drei bis vier Tage die Woche ge\u00f6ffnet sein.<\/p>\n<figure id=\"attachment_42672\" aria-describedby=\"caption-attachment-42672\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-42672\" src=\"https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Soulsisters-Hotel-Food-c-Matthias-Leitner-Reitzer-1500-1024x683.jpg\" alt=\"\u00a9 Matthias Leitner-Reitzer\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Soulsisters-Hotel-Food-c-Matthias-Leitner-Reitzer-1500-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Soulsisters-Hotel-Food-c-Matthias-Leitner-Reitzer-1500-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Soulsisters-Hotel-Food-c-Matthias-Leitner-Reitzer-1500-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Soulsisters-Hotel-Food-c-Matthias-Leitner-Reitzer-1500.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-42672\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Matthias Leitner-Reitzer<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Das \u00bbSoulsisters\u2018\u00ab ist auch ein explizit hundefreundliches Hotel. Wie \u00e4u\u00dfert sich das konkret und warum ist euch das wichtig?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Jennifer:<\/strong> Die G\u00e4ste k\u00f6nnen ein Hundepaket dazubuchen. Das hei\u00dft, wir stellen ihnen ein Hundebett ins Zimmer und sie bekommen ein Begr\u00fc\u00dfungssackerl, in welchem selbstgemachte Leckerlis und ein Spielzeug drinnen sind. Wir geben den G\u00e4sten auch eine Liste mit den \u00bbDos &amp; Don\u2019ts\u00ab f\u00fcrs Hotel und die Region und einen Leitfaden, wo es zum Beispiel ideale M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Spazierg\u00e4nge gibt. Die Hunde d\u00fcrfen nat\u00fcrlich auch ins Hotelrestaurant. Wir haben auch ein \u00bbWuff\u00ab-Hundeessen, bio und lokal. Das sind so Kleinigkeiten, die Hundebesitzer erfreuen.<\/p>\n<p><strong>Jessica:<\/strong> Und das Wasser f\u00fcr die Hunde wird aus der Proseccoflasche serviert <em>(lacht)<\/em>.<\/p>\n<p><strong>Jennifer:<\/strong> Urlaub mit Hund wird immer beliebter und gerade unsere Region, wo es so viel Natur gibt und man so viel machen kann mit dem Hund, ist daf\u00fcr ideal.<\/p>\n<p><strong>Durch euer einzigartiges Konzept schafft ihr es wahrscheinlich, euch gerade in so einer touristisch erschlossenen Region wie \u00bbZell am See-Kaprun\u00ab ein gewisses Alleinstellungsmerkmal zu schaffen. Welche Vorteile bringt es in einer hocherschlossenen Tourismusregion mit 900 Betrieben und 18.000 G\u00e4sten t\u00e4tig zu sein und wie schwer ist es im Gegenzug, gegen\u00fcber der Konkurrenz hervorzustechen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Jessica:<\/strong> Wir finden es extrem positiv, dass wir in so einer tollen Tourismusregion leben und unser Hotel betreiben k\u00f6nnen. Die Nachfrage ist konstant hoch und die Infrastruktur ist nat\u00fcrlich auch sehr gut. Die \u00bbTourismusregion Zell am See-Kaprun\u00ab hat generell ein umfangreiches Paket an diversen Kooperationen, an denen man teilhaben kann. Die Tourismusregion macht Werbung und es wird gro\u00dfen Wert auf das Thema Nachhaltigkeit gelegt. Wirkliche Nachteile w\u00fcrden mir jetzt keine einfallen. Dadurch, dass wir ein sehr eigenes Konzept f\u00fcr unser Hotel haben, k\u00f6nnen wir uns auch gut von der Konkurrenz abheben.<\/p>\n<p><strong>Apropos Konkurrenz: \u00dcberwiegt der Zusammenhalt unter den Tourismusbetrieben im Ort oder die Ellbogenmentalit\u00e4t?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Jennifer:<\/strong> Kaprun hat sehr viele Familienbetriebe, die zum Teil schon seit mehreren Generationen im Familienbesitz sind. Das hei\u00dft man kennt sich untereinander. Als wir das Hotel \u00fcbernommen haben, hat man von anderen Unternehmern auch eine Herzlichkeit gesp\u00fcrt und es wurde uns Unterst\u00fctzung angeboten, falls wir sie notwendig gehabt h\u00e4tten. Grunds\u00e4tzlich versucht man sich gegenseitig zu unterst\u00fctzen, indem man beispielsweise gute Mitarbeiter weiterempfiehlt. Aber nat\u00fcrlich ist auch eine gewisse Konkurrenz da, weil jeder nat\u00fcrlich zuerst auch auf seinen Betrieb schauen muss.<\/p>\n<p><strong>Wie geht ihr, als junge, moderne Unternehmerinnen mit Themen wie K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) oder Automatisierung um? K\u00f6nntet ihr euch beispielsweise vorstellen, in der K\u00fcche f\u00fcr bestimmte Arbeiten einen Roboter einzusetzen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Jennifer:<\/strong> Wir versuchen solche neuen Technologien schon in gewissen Ma\u00dfen einzubinden. Dass bei uns im Service ein Roboter herumf\u00e4hrt, wird wahrscheinlich nicht passieren, aber in bestimmten Abteilungen kann es schon Sinn machen. An der Rezeption ist beispielsweise der Self-Check-In und -Check-Out ein Thema, weil es f\u00fcr unsere G\u00e4steschicht etwas ist, womit sie kein Problem hat.<\/p>\n<p><strong>Jessica:<\/strong> Ich denke, dass es wichtig ist, dass man sich mit diesen Themen besch\u00e4ftigt. Das Thema KI wird beispielsweise immer wichtiger und da muss man schauen, wie man es f\u00fcr sich richtig nutzen kann. Wir testen gerade aus, wie man KI an der Rezeption einsetzen k\u00f6nnte, um bestimmte Arbeitsabl\u00e4ufe zu verbessern. Ich denke, dass die Technik in Zukunft viele M\u00f6glichkeit bieten wird, bestimmte Dinge und Abl\u00e4ufe effizienter zu gestalten, ohne dass dabei die Qualit\u00e4t verloren geht, die wir unseren G\u00e4sten bieten m\u00f6chten.<\/p>\n<p><strong>Das Hotel wurde urspr\u00fcnglich 1992 er\u00f6ffnet. Das hei\u00dft, ihr seid praktisch dort aufgewachsen. So eine enge Bindung zu einem famili\u00e4r \u00bbvorbelasteten\u00ab Betrieb kann manchmal auch zur Last werden. Hattet ihr jemals den Gedanken beruflich was komplett anderes an einem ganz Ort zu machen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Jennifer:<\/strong> F\u00fcr mich war eigentlich immer klar, dass ich das machen m\u00f6chte. Nat\u00fcrlich habe ich mir mal \u00fcberlegt, ob was anderes f\u00fcr mich in Frage kommen w\u00fcrde, aber am Ende war immer klar, dass ich hier im Betrieb arbeiten und ihn irgendwann auch \u00fcbernehmen m\u00f6chte.<\/p>\n<p><strong>Jessica:<\/strong> Diese famili\u00e4re Verbundenheit pr\u00e4gt einen nat\u00fcrlich. Oma und Opa hatten schon ein Appartementhaus und das ganze Leben hat sich immer um den Tourismus gedreht. Aber es hat nat\u00fcrlich auch mal Momente gegeben, in denen man \u00fcber alternative berufliche Wege nachgedacht hat. Durch famili\u00e4re Schicksalsschl\u00e4ge haben wir aber den Weg, den Betrieb zu \u00fcbernehmen, schon sehr fr\u00fch \u2013 n\u00e4mlich 2017 \u2013 eingeschlagen. Ich denke, wenn man sich in dem Beruf, den man gew\u00e4hlt hat, verwirklichen und seine Visionen umsetzen kann, dann ist das der richtige Weg. Aber du wei\u00dft nie, was in zehn Jahren sein wird und auch wenn man selbstst\u00e4ndig ist, hat man das Recht, irgendwann einen anderen Weg einzuschlagen, wenn man das m\u00f6chte. Genauso wie jemand, der angestellt ist, den Betrieb oder die Branche wechseln kann. Wir wissen nicht, was gewesen w\u00e4re, wenn das Schicksal ein anderes gewesen w\u00e4re. Aber wir haben mit dem \u00bbSoulsisters\u2018\u00ab eine gemeinsame Vision, die wir auch l\u00e4ngerfristig verfolgen m\u00f6chten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_42671\" aria-describedby=\"caption-attachment-42671\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-42671\" src=\"https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Soulsisters-Hotel-Pool-Area-c-Giulio-Roberto-1500-1024x538.jpg\" alt=\"Blick auf die Pool-Area des \u00bbSoulsisters' Hotel\u00ab. \u00a9 Giulio Roberto\" width=\"1024\" height=\"538\" srcset=\"https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Soulsisters-Hotel-Pool-Area-c-Giulio-Roberto-1500-1024x538.jpg 1024w, https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Soulsisters-Hotel-Pool-Area-c-Giulio-Roberto-1500-300x158.jpg 300w, https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Soulsisters-Hotel-Pool-Area-c-Giulio-Roberto-1500-768x403.jpg 768w, https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Soulsisters-Hotel-Pool-Area-c-Giulio-Roberto-1500.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-42671\" class=\"wp-caption-text\">Blick auf die Pool-Area des \u00bbSoulsisters&#8216; Hotel\u00ab. \u00a9 Giulio Roberto<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum das Konzept des Kapruner \u00bbSoulsisters&#8216; Hotel\u00ab dennoch ein Erfolg ist, wieso sie den elterlichen Betrieb komplett umgekrempelt haben und wie sie traditionellen alpinen Charme mit kosmopolitischer Eleganz vereinen, verraten die beiden Schwestern Jessica Leitner-Reitzer und Jennifer Franic-Reitzer im PROFI-Interview.<\/p>\n","protected":false},"author":141,"featured_media":42666,"template":"","meta":{"inline_featured_image":false,"site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"default","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"set","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}}},"newskategorie":[10],"newstag":[240,21,184,27,35,79],"class_list":["post-42393","newsbeitrag","type-newsbeitrag","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","newskategorie-top-player","newstag-female","newstag-hotel","newstag-hotellerie","newstag-interview","newstag-salzburg","newstag-tourismus"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - 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