{"id":43667,"date":"2024-08-13T14:26:28","date_gmt":"2024-08-13T12:26:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/?post_type=newsbeitrag&#038;p=43667"},"modified":"2024-08-13T15:42:20","modified_gmt":"2024-08-13T13:42:20","slug":"maximalistische-speisenpraesentation-wie-mehr-ist-mehr-den-food-trend-praegt","status":"publish","type":"newsbeitrag","link":"https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/newsbeitrag\/maximalistische-speisenpraesentation-wie-mehr-ist-mehr-den-food-trend-praegt\/","title":{"rendered":"Maximalistische Speisenpr\u00e4sentation: Wie \u00bbMehr ist mehr\u00ab den Food-Trend pr\u00e4gt"},"content":{"rendered":"<p>Sushi ist eigentlich ja das perfekte Food f\u00fcr eine zur\u00fcckhaltende, ganz <strong>auf die Speise ausgerichtete Pr\u00e4sentation<\/strong> \u2013 unz\u00e4hlige Konzepte rund um die Welt tun genau dies. Nicht der <strong>\u00bb<a href=\"https:\/\/www.falstaff.com\/at\/restaurants\/pink-room-berlin\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pink Room<\/a>\u00ab am \u00adBerliner Gendarmenmarkt<\/strong>: Vor uns steht eine riesengro\u00dfe Muschel, gef\u00fcllt mit kleinen Muscheln, darauf befinden sich verschiedene Rohfischkreationen, Str\u00e4ucher, Bl\u00fcten und ein in diesem Ensemble verstecktes Fl\u00e4schchen in Fischform, aus dem uns der freundliche Servicemitarbeiter einen Drink ins Glas gie\u00dft. Dampfendes Trockeneis l\u00e4sst <strong>Nebelschwaden bilden wie bei Popstar-Auftritten<\/strong> in den Fern\u00adsehshows der 1980er-Jahre. Wow.<\/p>\n<p>Sind wir in einer Eventgastronomie gelandet? Ja, aber nein: Der \u00bbPink Room\u00ab ist ein Fine-Dining-Restaurant der \u00bbBellboy\u00ab-Group aus Tel Aviv, das japanische und levantinische K\u00fcche kombiniert. Daf\u00fcr haben sich der Chefkoch der Gruppe, <strong>Paris Katsampis<\/strong>, und <strong>Gal Ben-Moshe<\/strong> vom Sterne-Restaurant \u00bbPrism\u00ab zusammen getan. Aktueller Men\u00fcpreis: 145 Euro ohne Getr\u00e4nke. Das Interieur sieht aber nicht aus wie ein g\u00e4ngiges Restaurant dieser Kategorie eingerichtet ist, ganz im Gegenteil: Man hat das Gef\u00fchl, in eine <strong>Rokoko-Fantasie auf Steroiden<\/strong> gebeamt worden zu sein. Die Farben des Interieurs (geschaffen von Saar Zafrir aus Amsterdam) m\u00e4andern zwischen Rosa und Orange. \u00adKassettendecken werden mit abgerissenen Tapeten kombiniert. Dazu <strong>schief h\u00e4ngende Kitsch-Kronleuchter<\/strong> und im Zentrum ein Brunnen, aus dem Hunderte gelbe Badeenten quellen. Die G\u00e4ste ringsum haben an dieser Szenerie sichtlich Spa\u00df. Eine kleine chinesische Gruppe kommt vor lauter Handyfilmerei fast nicht zum Essen, uns geht es ehrlich gesagt kaum anders.<\/p>\n<h2>Sensorisches Zeitalter<\/h2>\n<p>Das sei ganz typisch f\u00fcr unser \u00bb<strong>sensorisches Zeitalter<\/strong>\u00ab, wie <strong>Bellboy-CEO Aviran Avidan<\/strong> es nennt. Ein Zeitalter, in dem st\u00e4ndig alles dokumentiert und \u00fcber soziale Medien geteilt wird. Gesucht werde nach Erlebnissen, die sich sharen lassen. Gefragt sei daher eine Hospitality, die genau dieses Bed\u00fcrfnis erf\u00fcllt, und zwar m\u00f6glichst mannigfaltig. \u00bb<strong>Mehr ist definitiv mehr<\/strong> und Einzigartigkeit ein heiliger Gral\u00ab, erkl\u00e4rt Avidan. <strong>Au\u00dfergew\u00f6hnlichkeit<\/strong> erleben wollen \u2013 das gelte f\u00fcr das Essen, f\u00fcr die Teller, das Besteck, den Raum \u2013 das Gesamtpaket. Sogar f\u00fcrs Klo. Hier sieht es n\u00e4mlich aus wie in einem Club: \u00adPastell, Pink, Discokugeln und \u00bbCareless Whisper\u00ab von George Michael in Dauerschleife \u2013 auf Instagram kann man sich \u00adDutzende von Selfie-Clips aus dem Sanit\u00e4rbereich anschauen, den sich der \u00bbPink Room\u00ab mit der \u00bbBellboy Bar\u00ab nebenan teilt.<\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-43667 gallery-columns-2 gallery-size-large'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/newsbeitrag\/maximalistische-speisenpraesentation-wie-mehr-ist-mehr-den-food-trend-praegt\/pink-room-the-green-one-c-steffen-sinzinger-1000\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Pink-Room-The-Green-One-c-Steffen-Sinzinger-1000-768x1024.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Cocktail-Colorblocking im \u00bbPink Room\u00ab: \u00bbThe Green One\u00ab mit Gin, Melonenlik\u00f6r, Ananas, Limette und Koriander. \u00a9 Steffen Sinzinger\" aria-describedby=\"gallery-1-43669\" srcset=\"https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Pink-Room-The-Green-One-c-Steffen-Sinzinger-1000-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Pink-Room-The-Green-One-c-Steffen-Sinzinger-1000-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Pink-Room-The-Green-One-c-Steffen-Sinzinger-1000.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-43669'>\n\t\t\t\tCocktail-Colorblocking im \u00bbPink Room\u00ab: \u00bbThe Green One\u00ab mit Gin, Melonenlik\u00f6r, Ananas, Limette und Koriander. \u00a9 Steffen Sinzinger\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/newsbeitrag\/maximalistische-speisenpraesentation-wie-mehr-ist-mehr-den-food-trend-praegt\/bellboy-bar-a-lesson-in-fisting-c-jan-peter-wulf-1000\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Bellboy-Bar-A-Lesson-in-Fisting-c-Jan-Peter-Wulf-1000-768x1024.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\u00bbA Lesson in Fisting\u00ab: Ein kraftvoller Drink in der \u00bbBellboy Bar\u00ab in Berlin. \u00a9 Jan-Peter Wulf\" aria-describedby=\"gallery-1-43672\" srcset=\"https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Bellboy-Bar-A-Lesson-in-Fisting-c-Jan-Peter-Wulf-1000-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Bellboy-Bar-A-Lesson-in-Fisting-c-Jan-Peter-Wulf-1000-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Bellboy-Bar-A-Lesson-in-Fisting-c-Jan-Peter-Wulf-1000.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-43672'>\n\t\t\t\t\u00bbA Lesson in Fisting\u00ab: Ein kraftvoller Drink in der \u00bbBellboy Bar\u00ab in Berlin. \u00a9 Jan-Peter Wulf\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Dort stehen Cocktails im Fokus und werden noch au\u00dfergew\u00f6hnlicher inszeniert als im Restaurant. Sie werden in speziell angefertigten Beh\u00e4ltnissen, etwa in zu Ballkleidern oder Backenz\u00e4hnen geformten Bechern, H\u00f6rnern oder Badewannen, aus denen es sch\u00e4umt, an die Tische gebracht. Unser Drink ist <strong>eine wahre Provokation<\/strong>: Er hei\u00dft \u00bb<strong>A Lesson in Fisting<\/strong>\u00ab und kommt in einem dicken, roten Keramik-Handschuh, der zur Faust geballt ist, daher. Auch die <strong>Mixtur hat es in sich<\/strong>: wei\u00dfer Rum, Calvados, Birnenlik\u00f6r, Falernum, Ananas und Absinth. Garnitur: Minze, Orangenrad und ein Kondom. Die G\u00e4ste am Nebentisch gucken am\u00fcsiert her\u00fcber. Ein <strong>Freizeitpark f\u00fcr Erwachsene<\/strong>.<\/p>\n<h2>Spa\u00df und Eskapismus<\/h2>\n<p>Im Nikolaiviertel gleich unter dem Fernsehturm hat <strong>Arnd Hei\u00dfen<\/strong> Anfang 2024 das \u00bb<strong>Bird\u2019s Nest<\/strong>\u00ab er\u00f6ffnet, eingebettet in das dort schon l\u00e4nger existierende <strong>vietnamesische Restaurant \u00bbNgon\u00ab<\/strong>. Das Dach der Bar ist stilecht s\u00fcdostasiatisch aus Holz und Pfannen gefertigt, und bei den Cocktails l\u00e4sst der Gastgeber und Mixologe, <strong>vom Falstaff als \u00bbinnovativster Bartender 2020\u00ab ausgezeichnet<\/strong>, es krachen. Genauer: brennen und dampfen. Der \u00bb<strong>Fuego Futuro<\/strong>\u00ab, gemixt mit Mezcal, Wermut, Mate und Pinienlik\u00f6r, wird mit wei\u00dfem Salbei gereicht. Der wird angez\u00fcndet und lodert, bis er mit einer imposanten Abaloneschale abgedeckt wird. Ein bet\u00f6render Duft erf\u00fcllt den Raum und umgarnt den hocharomatischen Drink. Andere Kreationen werden in den volumin\u00f6sen Schn\u00e4beln von Vogelfiguren, Metallbechern oder putzigen Vogelh\u00e4uschen serviert.<\/p>\n<figure id=\"attachment_43677\" aria-describedby=\"caption-attachment-43677\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-43677\" src=\"https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Birds-Nest-Pelikan-Sylvaine-Delacourte-c-Yvess-Sucksdorf-1000-1-1024x683.jpg\" alt=\"Inspiriert vom Parfum \u00bbValkyrie\u00ab: Der \u00ad\u00bbPelikan\u00ab von Sylvaine Delacourte wird im \u00bbBird\u2019s Nest\u00ab mit Rum, Bergamotte-Vanille-Geist, mexikanischer Limette, Minze und Sandelholz gemixt. \u00a9 Yvess Sucksdorf \" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Birds-Nest-Pelikan-Sylvaine-Delacourte-c-Yvess-Sucksdorf-1000-1-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Birds-Nest-Pelikan-Sylvaine-Delacourte-c-Yvess-Sucksdorf-1000-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Birds-Nest-Pelikan-Sylvaine-Delacourte-c-Yvess-Sucksdorf-1000-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Birds-Nest-Pelikan-Sylvaine-Delacourte-c-Yvess-Sucksdorf-1000-1.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-43677\" class=\"wp-caption-text\">Inspiriert vom Parfum \u00bbValkyrie\u00ab: Der \u00ad\u00bbPelikan\u00ab von Sylvaine Delacourte wird im \u00bbBird\u2019s Nest\u00ab mit Rum, Bergamotte-Vanille-Geist, mexikanischer Limette, Minze und Sandelholz gemixt. \u00a9 Yvess Sucksdorf<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wozu diese <strong>pomp\u00f6se Inszenierung<\/strong>? Eine Ablenkung von der G\u00fcte der Getr\u00e4nke \u2013 man denke an klebrig-s\u00fc\u00dfe Sirupdrinks der Fancy-\u00c4ra, bei denen meist nur die Obstgarnituren goutierbar waren \u2013 kann es kaum sein. Hei\u00dfens Kreationen sind hier so hochqualitativ wie zu seinen Zeiten im \u00bbThe Curtain Club\u00ab und dem \u00bbFragrances\u00ab im Berliner \u00bbRitz-Carlton\u00ab. Hei\u00dfen erkl\u00e4rt es uns: \u00abIn der jetzigen Situation w\u00fcnschen sich die meisten G\u00e4ste Spa\u00df.\u00ab Aber nicht wie in der sogenannten Spa\u00dfgesellschaft der 1990er-Jahre, als sich globale Konflikte aufzul\u00f6sen schienen. Ganz im Gegenteil. Hei\u00dfen: \u00bbWir haben so viele negative Einfl\u00fcsse um uns herum. Die Bar ist ein sozialer Ort, zu dem die <strong>Menschen aus ihrem Alltag fliehen<\/strong> k\u00f6nnen. Sie brauchen einen Ausgleich, wollen etwas erleben und sind uns sehr dankbar daf\u00fcr.\u00ab<\/p>\n<p><strong>Eskapismus ist das Stichwort<\/strong>: In Zeiten wie diesen, voller Sorgen, Krisen, Preisschocks und Kriege, zieht (und zog es die Menschen schon immer) an Orte, an denen die \u00bbRealit\u00e4t\u00ab drau\u00dfen bleibt, quasi an der Garderobe abgeben wird. <strong>Gastronomie ist ideal daf\u00fcr<\/strong>, und umso mehr, wenn sie die Menschen in eine eigene Welt einl\u00e4dt, auf eine kleine Reise f\u00fcr die L\u00e4nge eines Abends. \u00bbUnser Ziel war es, die G\u00e4ste so weit wie m\u00f6glich von der Au\u00dfenwelt zu trennen und sie in unsere Fantasie eintauchen zu lassen\u00ab, so Aviran Avidan \u00fcber den \u00bbPink Room\u00ab.<\/p>\n<h2>Alle Regler hoch<\/h2>\n<p>Sicher: Diese Aufgabe haben \u00bbdritte Orte\u00ab wie Restaurants, Caf\u00e9s oder Bars schon immer erf\u00fcllt. Doch der <strong>Anspruch an ihre sensorische Leistung<\/strong> steigt: Geschmack, Optik, Haptik, Geruch, Klang \u2013 alle Regler bitte ein St\u00fcck weiter hoch, lautet die Devise. Wie weit man hier gehen kann, lotet zurzeit die <strong>wohl kleinste Bar der Stadt<\/strong> aus, <strong>das Pop-up \u00bbThe Storage\u00ab<\/strong> im Lagerkeller der <strong>Cocktailbar \u00bbThe Wash\u00ab<\/strong> in der Brunnenstra\u00dfe: Den G\u00e4sten, die sich einen exklusiven Slot buchen, serviert man <strong>giftig-gr\u00fcn leuchtende Gin-Sour-Varianten<\/strong> (Ribovlavin sorgt f\u00fcr den grellen Look), dampfende Mezcal-Drinks oder einen Martini, der mit destilliertem Wasser unter Null Grad aufgegossen wird. Im Glas erstarrt das Wasser sofort wie ein Stalagmit und umschlie\u00dft die Olive.<\/p>\n<div id='gallery-2' class='gallery galleryid-43667 gallery-columns-2 gallery-size-large'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/newsbeitrag\/maximalistische-speisenpraesentation-wie-mehr-ist-mehr-den-food-trend-praegt\/bartender-cherry-poppins-c-the-alchemist-1000\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Bartender-Cherry-Poppins-c-The-Alchemist-1000-768x1024.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Die Rauchblase mit der Nasenspitze zerst\u00e4uben lassen: ein Drink f\u00fcrs Date im \u00bbThe Alchemist\u00ab. \u00a9 The Alchemist\" aria-describedby=\"gallery-2-43671\" srcset=\"https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Bartender-Cherry-Poppins-c-The-Alchemist-1000-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Bartender-Cherry-Poppins-c-The-Alchemist-1000-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Bartender-Cherry-Poppins-c-The-Alchemist-1000.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-43671'>\n\t\t\t\tDie Rauchblase mit der Nasenspitze zerst\u00e4uben lassen: ein Drink f\u00fcrs Date \nim \u00bbThe Alchemist\u00ab. \u00a9 The Alchemist\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/newsbeitrag\/maximalistische-speisenpraesentation-wie-mehr-ist-mehr-den-food-trend-praegt\/the-storage-c-the-wash-1000\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"769\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/The-Storage-c-The-Wash-1000-769x1024.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Im Martini erstarrt das Wasser zur S\u00e4ule: \u00bbThe Storage\u00bb spielt mit den Elementen. \u00a9 The Wash\" aria-describedby=\"gallery-2-43670\" srcset=\"https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/The-Storage-c-The-Wash-1000-769x1024.jpg 769w, https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/The-Storage-c-The-Wash-1000-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/The-Storage-c-The-Wash-1000-768x1023.jpg 768w, https:\/\/www.falstaff.com\/profi\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/The-Storage-c-The-Wash-1000.jpg 1001w\" sizes=\"auto, (max-width: 769px) 100vw, 769px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-43670'>\n\t\t\t\tWasser zur S\u00e4ule: \u00bbThe Storage\u00bb spielt mit den Elementen. \u00a9 The Wash\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p><strong>Effektvolle Inszenierungen<\/strong> einer Art, mit denen auch <strong>die britische Kette \u00bbThe Alchemist\u00ab<\/strong> arbeitet: Rauch, Feuer, Dampf, blubbernde und die Farbe wechselnde Fl\u00fcssigkeiten oder essbare Trinkgef\u00e4\u00dfe faszinieren das Publikum, jetzt auch am Potsdamer Platz, dem ersten Outlet auf dem europ\u00e4ischen Festland. \u201eDer Gast geht heute nicht mehr nur zum Trinken in die Bar. Du musst ihm <strong>ein gr\u00f6\u00dferes Erlebnis<\/strong> bieten. Eine Zeitlang war alles sehr minimalistisch bis hin zu gar keinem Garnish. Heute musst du dir mehr Gedanken \u00fcber die Pr\u00e4sentation machen\u201c, erkl\u00e4rt uns <strong>Dustin Render<\/strong>, Betreiber des \u00bbThe Wash\u00ab sowie der Bars \u00bbPawn Dot Com\u00ab und \u00bbSharlie Cheen\u00ab. Eine Entwicklung, die in seinem \u00bbfl\u00fcssigen\u00ab Metier parallel zur Restauration verlaufe: \u00bbWas vor ein paar Jahren nur im Fine Dining Standard in Sachen Pr\u00e4sentation war, siehst du jetzt auch in einem guten Mittelklasse-Restaurant.\u00ab<\/p>\n<h2>Ein Restaurant wie ein Spaghettieis<\/h2>\n<p>Zum Beispiel ein paar Minuten die Stra\u00dfe vom \u00bbThe Wash\u00ab hinab, im \u00bb<strong>Coccodrillo<\/strong>\u00ab am Weinbergspark. Das <strong>Berliner Outlet der Restaurantkette \u00bbBig Squadra\u00ab<\/strong> (deutscher Ableger der \u00bbBig Mamma Group\u00ab) ist schon am fr\u00fchen Abend rappelvoll und regelm\u00e4\u00dfig ausgebucht. Die italienische K\u00fcche ist nicht der alleinige Grund daf\u00fcr in einer Stadt mit Hunderten italienischen Restaurants. Es ist auch das <strong>opu\u00ad\u00adlente Interieur<\/strong>, rotwei\u00df wie ein Spaghetti\u00adeis.<\/p>\n<p>Auch das Hamburger Objekt der Gruppe \u00bb<strong>Edmondo<\/strong>\u00ab mit <strong>\u00fcberdimensionalem Spirituosen-Backbord<\/strong> und das <strong>M\u00fcnchener \u00bbGiorgia\u00ab<\/strong> mit seinen Blumentapeten, Spiegeldecken und einem Sanit\u00e4rbereich, der eigentlich eine Disco\u00adkugel ist, sorgen f\u00fcr Furore. Diese <strong>neue Opulenz<\/strong> scheint ganz den Geschmack der Zeit zu treffen. Wie lange dieser Trend anhalten wird? Wir wissen es nicht. Doch wenn wir das Bed\u00fcrfnis nach Erlebnis und Eskapismus auch als Reaktion auf die Realit\u00e4t unserer Gegenwart verstehen, dann hat der <strong>Trend seinen Zenit wohl noch lange nicht erreicht<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Plating auf die Produktk\u00fcche fokussierte Teller, Drinks mit kleiner oder \u00adkeiner Garnitur \u2013 zweifellos ist Minimalismus immer noch ein Trend. Doch der Gegentrend ist schon da: Maximalismus! Aufw\u00e4ndige Food-\u00adArrangements, Cocktails in teils obskuren Gef\u00e4\u00dfen und quietschbunte \u00adInterieurs kommen bei vielen G\u00e4sten enorm gut an. 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