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Luxus kennt viele Facetten. Vor allem wenn es darum geht, außerhalb der eigenen vier Wände zu übernachten. Die einen mögen es spartanisch, die anderen modern, und immer mehr Menschen suchen nach Orten, die Luxus in seiner reinen, zeitlosen Form verkörpern. Diese ist in den legendären, pompösen Häusern aus der Belle Epoque zu finden, deren Geschichte förmlich zu riechen ist. Die Schweiz besitzt eine lange Tradition, was diese Häuser angeht. Häuser, in denen sich der alte Adel früher monatelang mit der gesamten Entourage einmietete, wo perfekter Service geboten und ausschweifende Feste gefeiert wurden. Über lange Zeit litten die Häuser unter dem Ruf, verstaubt zu sein. Aber das ist passé. »Die Gäste suchen heute etwas Besonderes, Orte, die etwas zu erzählen haben«, weiß Roland Hunziker, Geschäftsführer der Swiss Historic Hotels, zu berichten. Die Organisation vereint über 50 historische Hotels in der Schweiz, darunter viele Häuser aus den goldenen Jahren vor dem Ersten Weltkrieg. Solche, die es in unsere Dekade geschafft haben. Denn viele der Hotels verloren, als die Monarchien mit dem Ersten Weltkrieg untergingen, ihre wichtigsten Gäste und litten zum Teil über Jahrzehnte. Heute sind die Grandhotels und Jugendstilhäuser wieder zum Markenzeichen geworden wie im 19. Jahrhundert. »Die Nachfrage ist groß, denn viele Leute sehnen sich heute wieder nach etwas Handfestem, genießen das Schauspiel in den großen Häusern, das Gefühl, in einer vergangenen Zeit gelandet zu sein, und die Geschichte, die mitschwingt«, erzählt Hunziker.
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