Als es auf Læsø an Baustoffen fehlte, erfand man die Dachdeckung mit Seegras. Vielleicht kommt  die Technik bald auf die  UNESCO-Welterbe-Liste.

Dänische Delikatessen: Ein Guide zur traditionellen Küche des Landes

Lisa Arnold, 08.08.2024

Die kleine Insel Læsø im Norden Dänemarks hat drei Zutaten für einen genussvollen Abstecher: eine seit dem Mittelalter bestehende Salzgewinnung, einmalige Häuser mit Seegrasdächern und köstlichen Hummer.

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Im nördlichen Kattegat liegt das etwa hundert Quadratkilometer große Eiland Læsø mit rund 1800 Einwohnern, das Dänemark-Urlauber gerne für einen Tages- oder Wochenendausflug ansteuern. Seine Besonderheit ist die Salzsiederei, die seit dem Mittelalter Tradition hat. Schon ab 1150 nutzten die Menschen die guten Voraussetzungen zur Gewinnung des wertvollen Konservierungs- und Würzmittels: Das flache Grundwasser mit seinem relativ hohen Salzgehalt – zwölf Prozent statt der üblichen zwei im Meer­wasser – wird von Siedesalinen eingedampft. Die lokale Salzsiederei (Læsø ­Saltsyderi) führt die Tradition bis heute fort. Dort können Besucher beobachten, wie das Salzwasser aus einem nahen Brunnen über Holz­feuer in Becken erhitzt wird, bis nur noch die weißen Kristalle übrig bleiben. Das so entstandene Gewürz gibt es vor Ort im Shop zu kaufen. Wer möchte, kann sogar selbst Hand anlegen und die ­traditionsreiche Technik ausprobieren.

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