Die Reise zum Ich

Melanie Gleinser-Moritzer, 20.01.2022

Die Pandemie hat etwas auf den Weg gebracht, das sich bereits vorher abzeichnete: Die Selbstwahrnehmung hat sich verändert. Wellness fällt in diesem Kontext eine neue Gewichtung zu, Schönheit wurde zugunsten von Ausstrahlung eingetauscht. Wellbeing und Happiness sind das Mantra der Stunde.

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Die letzten zwei Jahre haben viel Gelerntes auf den Kopf gestellt, und dies auf allen erdenklichen Ebenen. Im Wellness-Sektor haben sie eine Veränderung vorangetrieben, die sich bereits zuvor abzeichnete, in der Pandemie aber Fahrt aufgenommen hat. Extrinsische Faktoren greifen da mit intrinsischen ineinander, Bedürfnisse werden anders gelebt und auch das Bewusstsein, was Wellness inkludiert bzw. überhaupt bedeutet, hat sich verändert. Lisa Marie Stangier, Spa-Managerin im Fünf-Sterne-Superior-Haus „Interalpen-Hotel Tyrol“, konstatiert etwa einen „Trend hin zum aktiven Selbst. Im Wellnessbereich steigt das Bewusstsein, dass man selbst etwas beitragen kann, sei es durch Bewegung oder Achtsamkeitstraining.“ Das Haus hat eine lange Tradition, hier lassen sich Veränderung und Kontinuität gut beobachten. Das gilt auch für Kuzbari, ein renommiertes Zentrum für ästhetische Medizin in Wien, das mitten im schicken ersten Bezirk seine Patienten auch in der Mittagspause für Microneedling oder andere minimalinvasive Behandlungen einbucht, wie man sie teilweise auch in einigen erstklassigen Spas findet. Fragt man hier nach, erfährt man, dass die Nachfrage an solchen Behandlungen deutlich gestiegen ist, und dass sie mittlerweile von Frauen und Männern gleichermaßen gebucht werden. Vor Kurzem noch unvorstellbar – woher kommt das also?

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