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Martino Gamper begann seine Karriere als Sperrmüllsammler. In den Nullerjahren war der gebürtige Meraner nach London gezogen, damals für Kreative der Place to be. Kein Ikea-Sessel, den Freunde nicht mehr haben wollten, kein ausrangierter Stuhl, der auf der Straße landete, war vor ihm sicher. 100 verlassene Stühle hat er so ab 2007 über den Zeitraum von zwei Jahren gerettet, bevor seine eigentliche Arbeit begann: Er zerlegte sie – und setzte sie neu und überraschend zusammen. „100 Chairs in 100 Days“ nannte sich das innovative Projekt, das sich unserer Wegwerfgesellschaft kritisch in den Weg stellte.
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