München zum Oktoberfest genießen? Freilich! Es kommt nur auf das richtige Timing an.

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Ausgerechnet zur 200-Jahr-Feier des Oktoberfestes geht es der viel gerühmten Liberalitas Bavariae an den Kragen – wegen der Nichtraucher, die den Qualm per Volksentscheid aus Lokalen und Bierzelten jeglicher Art verdammen. Wer seinen Platz im Zelt aufgibt, um draußen eine zu rauchen, kommt womöglich nicht mehr hinein – was aber gleichzeitig be­deutet, dass Raucher bessere Chancen haben, die Wiesn nicht so sternhagelvoll zu verlassen wie nonstop saufende Nikotinverweigerer. Den Tag oder Abend ohne finalen Kollateralschaden auf dem Oktoberfest zu verbringen ist durchaus möglich – das Geheimnis liegt im richtigen ­Timing. Wer zum Beispiel an den Wiesn-Samstagen schon um sechs Uhr vor den Zelteingängen campiert und mit ein paar Flaschen Augustiner vorglüht, dem geht es wie einer Weißwurst – er wird das Zwölfuhrläuten nicht mehr erleben. Grundsätzlich ist die sogenannte Mittagswiesn von elf bis 15 Uhr unter der Woche die beste Zeit, um ein bisserl was vom ursprünglichen, beschaulichen – und preiswerteren – Wiesngefühl zu erhaschen. An dieser Stelle sei angemerkt, dass der klassische Wiesn-Dreier aus einem halben Hendl, ­einer Mass Bier und einer Riesenbrezn besteht.

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