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In Saalbach-Hinterglemm ist er aufgewachsen. Seine Urgroßmutter begann als eine der Ersten in der Region, Gäste zu empfangen. Seine Eltern haben im Ortsteil Wiesern ein Hotel mit 100 Betten aufgebaut. 2012 eröffnete dort das Wiesergut in neuer Form. Zusammen mit seiner Frau, Martina Kröll, entwickelte er ein visionäres Hotelkonzept: 17 Suiten im Gutshof und sieben exklusive Suiten, die auf den Garten ausgerichtet sind, bilden rund um einen großzügigen Innenhof zusammen mit dem Badhaus eine Einheit. Entstanden ist ein Ort, den Sepp Kröll als Destination beschreibt. Ein Hotel, das nicht ein ortsfremdes Designer-Ufo ist, das hier zufälligerweise gelandet ist – nein, im Gegenteil: Es ist eine zeitgemäße Entwicklung von Bestehendem, von alten Werten. Die Details stimmen. Die Stoffe sind aus traditioneller Bauernleine, praktisch alle Möbel und Lampen sind Spezialanfertigungen. Das Sauerteigbrot, die Butter und den Frischkäse macht Sepp Krölls Mutter jeden Tag frisch. Heute ist es daher fast unmöglich, das Wiesergut zu vergleichen. Man glaubt sofort, wenn der Hotelierssohn sagt: „Wir haben den Mut zum eigenen Style. Wir wissen, was uns gefällt.“ Allerdings gestaltete dies die Umsetzung nicht einfacher: „Es war schwierig, die richtigen Leute zu finden, um unsere Vision umzusetzen.“ Viel zu oft seien Architekten und Gestalter mit vorgefertigten Ideen auf den Plan getreten.
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