Ein kambodschanischer Fischer mit einer traditionellen Reuse im Mekong-Delta. Der mehr als 4000 Kilometer lange Fluss ist die Lebensader Indochinas und versorgt Millionen Menschen mit Nahrung und Wasser.

Reise ins Gestern: Laos & Kamodscha

Sascha Rettig, 25.05.2023

Die beiden Staaten Laos und Kambodscha stehen ganz im Schatten ihrer großen und reichen Nachbarn Thailand und Vietnam. Auch kulinarisch findet sich hier vieles, das man bereits aus diesen Staaten kennt. Und dennoch haben sich die Länder ihre Eigenständigkeit und ihre Traditionen bewahrt.

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»Die laotische Küche wird oft mit der thailändischen in einen Topf geworfen – zu Unrecht«, sagt Koch Joy Ngeuamboupha, der in Luang Prabang das »Tamarind«-Restaurant und die »Tamarind Cooking School« betreibt. Beim Kochkurs erzählt er von den kulinarischen Besonderheiten seines Heimatlandes. »Laos wurde über Jahrhunderte hinweg von anderen Kulturen beeinflusst und kolonialisiert«, erklärt er. Das spiegle sich auch im Essen wider: »Aus Vietnam stammt beispielsweise die Nudelsuppe Pho, die gern zum Frühstück gegessen wird.« Das Stir-Frying hingegen komme aus China, dazu gebe es auch Einflüsse aus Frankreich, der ehemaligen Kolonialmacht. Bis heute findet man in Luang Prabang schließlich nicht nur französische Restaurants, sondern auch Cafés und Bäckereien wie das »Le Banneton Café«, in denen man hervorragende Croissants bestellen kann.

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