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Irgendwie fühlt man sich an Nepal erinnert. Eingeklemmt zwischen größeren Ländern und hohen Bergen, Heimat des höchsten Gipfels und von spektakulären Schluchten, Seen und Tallandschaften: Osttirol ist ein alpines Hochkonzentrat. Spürbar wird das in Kals, dem kleinen Bergsteigerdorf am Fuße des Großglockners. Es reicht, den »Talrundweg« zu gehen, um eine Ahnung zu bekommen, welche Naturkräfte ein paar Geländestockwerke weiter oben wirken. Alles wirkt hier eine Spur steiler, enger und eindrucksvoller – selbst wenn der Weg eigentlich in einem sanften Auf und Ab durch bezaubernde Fauna-Habitate führt. Offene Augen werden mit verschiedensten Arten von Klee und Glockenblumen, mit Türkenbundlilien und Knabenkraut belohnt. Die 52 Meter lange Hängebrücke über den Ködnitzbach und die mit einem Felsblock baulich verschmolzene Felsenkapelle sorgen indes für offene Münder.
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