Im Schmelztiegel: Alle Aromen der Welt

Sascha Rettig, 20.09.2023

Nirgendwo kommen so viele kulinarische Einflüsse zusammen wie in den Strassen von New York. Die junge Gourmetszene erfindet sich hier laufend neu und ist geradezu manisch innovativ.

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In Manhattan findet man nicht nur ein Neben- und Miteinander unterschiedlichster Kulturen, sondern auch deren Küchen. Im Grunde aber findet man auf der Halbinsel weniger den viel zitierten Schmelztiegel, sondern auf engstem Raum ein aufregendes Konzen­trat der Geschmäcker und Aromen dieser Welt, die es in solcher Dichte an keinem zweiten Platz der Welt zu entdecken gibt. Zwischen dem legendären Kunstbezirk Chelsea und der exklusiven Upper East Side, zwischen dem angesagten ­Greenwich Village und dem chic wiederbelebten Meatpacking District, zwischen den berühmten Einwanderervierteln Little Italy und ­Chinatown ­können kulinarische ­Weltreisen ­stattfinden. Dabei konzentrieren sich Restaurants gern auf regionale Besonderheiten der jeweiligen ­Länderküche und heben sich so von der Masse ab. Das «­Rezdôra» von Koch Stefano Secchi, der zuvor unter anderem in der berühmten «­Osteria ­Francescana» in Modena tätig war, zelebriert die Küche der Emilia-­Romagna-Region. Manchen gilt das Restaurant derzeit als bester ­Italiener ­Manhattans. Nach Indien führt das «­Dhamaka», dessen Name übersetzt so viel wie Explosion ­bedeutet. Die findet nicht nur durch die bunten Farbwirbel an den Wänden statt, sondern auch im Geschmack der Gerichte, die teils auch aus weniger ­bekannten Gegenden des ­Subkontinents kommen.

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