Das alte Dorf blickt auf sechs Jahrhunderte Geschichte zurück. Dahinter: das moderne Seoul.

Korea – weit mehr als Kimchi

Jürgen Schmücking, 29.08.2019

Denkt man an die Kulinarik und die Küche Koreas, fällt einem erst einmal Kimchi ein. Eventuell Bulgogi. Aber so gesehen ist Korea vielleicht jenes Land, in dem es am meisten zu entdecken gibt.

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Ein Tag am Noryangjin-Fischmarkt ist ein Crashkurs in nonverbaler Kommunikation. Die Sprachen, mit denen wir (Westeuropäer) uns gerne weltgewandt geben, versteht hier niemand. Gesprochen, gerufen und geschrien wird trotzdem. Noryangjin ist kein hübscher kleiner Bauernmarkt, sondern groß und chaotisch. Fischhändlerinnen an kleinen Ständen bieten alles, was das Meer hergibt, von Plankton und Muscheln über Hummer und Königskrabben bis zu den richtig großen Dingern. Wal und Hai gibt es zwar nicht an jedem Stand, finden wird man sie auf jeden Fall. Es dauert nur länger. Weiter hinten dann wird der Geruch deutlich strenger. In meterlangen Reihen steht Kübel an Kübel, Dose an Dose mit verrottetem Fisch in jeder erdenklichen Stufe des Zerfalls. Hier spürt man zum ersten Mal den Kontakt mit der kulinarischen Seele Koreas.

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