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Die Insel Praslin hütet eine besonders ausgefallene Sehenswürdigkeit: die Seychellenpalme, auch genannt Coco de Mer. Die weibliche Frucht wiegt bis zu zwanzig Kilo und sieht aus wie das Becken einer Frau, während die männlichen Blütenstände an einen Phallus erinnern. Manche nennen die Pflanze »die erotischste Nuss der Welt«. Sie ist auf den Seychellen endemisch. Rund 5.000 Exemplare wachsen im Vallée de Mai, einem dicht bewaldeten Hochtal auf der zweitgrößten Insel des Landes. Manche Besucher werden rot, wenn sie die Meeresnuss erblicken – der Name rührt daher, dass die Nüsse an Strände gespült wurden, an denen sie nicht wuchsen; so glaubten die Menschen, sie komme aus dem Meer. Charles Gordon, ein englischer General, besuchte Praslin 1881 und sah in der Coco de Mer die verbotene Frucht, von der Adam und Eva probierten – und im Vallée de Mai den biblischen Garten Eden.
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