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Wer wie im Märchen leben möchte, braucht ein Himmelbett. Das wussten auch Herrscher wie der dekadente bayerische König Ludwig II., der sich für Schloss Neuschwanstein ein opulentes Prunkbett im neogotischen Stil schnitzen ließ. Er träumte darin wahrscheinlich von Versailles. Dabei waren Himmelbetten lange eher funktional: Im Nahen Osten, wo sie angeblich erfunden wurden, boten die Vorhänge Schutz vor Stechmücken. Zudem sorgten sie für Privatsphäre, wenn sich mehrere Betten in einem Raum befanden. Im mittelalterlichen Europa schützten die Vorhänge vor Kälte, schließlich gab es damals noch keine Zentralheizung.
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