Altbau als Anlage: Die Renaissance der Zinshäuser und unsanierten Immobilien

Wojciech Czaja, 11.12.2024

Während das Luxussegment in Wien preislich unverändert ist, sind vor allem zwei Assetklassen günstiger zu haben denn je: gründerzeitliche Zinshäuser und
unsanierte, in die Jahre gekommene Sekundärimmobilien. Davon profitieren Privatkäufer:innen wie auch gewerbliche Developer:innen.

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Ein kleines, aber feines Zinshaus im neunten Bezirk mit prachtvollem Stuck an der Fassade und 13 exklusiven Eigentumswohnungen dahinter. Die Zeit sei gut für solche Projekte, meint Michael Schmidt, Geschäftsführer von 3SI, denn die Marge zwischen Zinshauskauf und Wohnungsverkauf pro Quadratmeter sei so groß und so attraktiv wie schon lange nicht mehr. Nicht nur hier in der Hahngasse mitten im Servitenviertel, dem kleinen Paris Wiens, daher auch der Projekttitel »Le Petit Paris«, »vraiment très sympathique«, sondern auch in vielen anderen Lagen Wiens, die in den Genuss kommen, infrastrukturell und ­verkehrstechnisch gut angebunden zu sein. »Ein paar wenige, ausgewählte Zinshäuser in superexklusiven Lagen in der Innenstadt haben den Wert über die Krise ganz gut ­halten können«, sagt Alexander Grigkar, ­Geschäftsführer von Grigkar Immobilien. »Doch in den meisten Lagen Wiens ist der Zinshausmarkt eingebrochen. Vor allem ­außerhalb des Gürtels sind Objekte, die ­jahrelang über dem Marktwert gehandelt wurden, nun wieder zu einem fairen Preis zu haben. Ich gehe daher davon aus, dass das Angebot an schönen, hochwertig sanierten Altbauwohnungen am Wiener Immobilienmarkt in den kommenden Jahren noch ­spürbar zunehmen wird.«

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