Architekturspaziergang durch Manchester

Redaktion, 29.08.2024

Jahrzehntelang hätte niemand diese Stadt als wichtige Station auf einer Architektur-Reise markiert. Doch die britische Metropole hat sich gemausert. Architektur-Expertin Sue Emms verrät LIVING die architektonischen Highlights ihrer Heimatstadt.

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War Manchester so etwas wie der Maschinenraum der Industriellen Revolution, eine Boomtown aus Steinkohle und Stahl, erlebte die Metropole im 20. Jahrhundert einen langsamen Niedergang. Nicht nur die Kohle schwand, auch die Politik des zentralistischen London ließ Englands industriellen Norden gezielt ausbluten und in Arbeitslosigkeit versinken. Als Zeugen glorreicher Zeiten blieben gran­diose historistische Bauten und die elegante Moderne der 1950er- und 1960er-Jahre. Doch heute haben sich die Zeiten geändert – und Manchester hat sich neu erfunden. Zum einen als Hauptstadt der Musik und Popkultur, zum anderen als dynamischer Wirtschaftsstandort. Die Skyline von heute mit ihren verspiegelten Türmen ist eine komplett andere als noch vor 20 Jahren. Nicht alle von ihnen sind architektonische Highlights, viele wurden von anonymen Mega-Büros entworfen und sehen auch so aus. Doch dazwischen findet sich einiges, was Manchester wieder zur Architektur-Destination macht. Bauten für Kultur und Bildung zum Beispiel, wie die Whitworth Art Gallery mit ihrem eleganten Neubau. Sie ist eines der Lieblingsgebäude der Architektin Sue Emms, Partnerin bei BDP und Spezia­listin für Master­pläne, Univer­sitäten und Innovations-Hubs. In der auf­strebenden Dynamik von Manchester und Umgebung mit ihrer erfrischenden Direktheit fühlt sie sich wohl – und langweilig wird ihr hier garantiert nie.

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