Arty Weekend: Biarritz

Maik Novotny, 18.07.2025

Weingüter und Austernbänke, Sandstrände und Sonne: Der französische Südwesten zwischen Bordeaux, Bayonne und Biarritz gilt zu Recht als hedonistische Genussregion. Dabei sind Kunst und Kultur fester Bestandteil des Menüs. Wir haben uns Biarritz genauer angesehen.

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Bordeaux, Bayonne, Biarritz: ein harmonischer Dreiklang nicht nur im Namen, sondern auch in den Assoziationen, die diese Städte hervorrufen. Bordeaux, ­eingebettet in die sanften Hügel des Médoc mit ihren Spitzenweinlagen und die träge fließende Garonne, ruft Bilder des schönen Laisser-faire hervor. Mit der Fête le vin und der Fête le fleuve wird die landschaftliche Lage gleich zweimal im Jahr groß gefeiert und im Alltag sowieso. Die Hafenstadt Bayonne gilt als kulturelles Herz des französischen Baskenlands und ist Teil der ­binationalen Eurocité basque Bayonne-Saint-­Sébastien. Biarritz ist der Jungstar unter den drei Städten. Hier versammelte sich ab der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der europäische ­Jetset, später gesellten sich die Surfer:innen dazu. Doch neben landschaftlichen und kulinarischen Genüssen sind im französischen Süd­westen auch Kunst und Kultur fest verankert. Bordeaux profitierte von der Dezentralisierung der französischen Museumswelt ab den 1980er-Jahren und verfügt mit dem CAPC und dem MÉCA über zwei hochklassige Orte für zeitgenössische Kunst. Bayonne blickt weiter in die Vergangenheit und als Hafenstadt gleichzeitig über die Grenzen hinaus. Und in Biarritz finden sich zahlreiche kleine Galerien, die mehr bieten als Sonnenuntergangskitsch. Ein Wochenende im Dreiklang des Hedonismus.

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