Biophile Konzepte für die Dachnutzung: Unsere Städte atmen auf

Heimo Rollett, 17.04.2025

Grüne Dächer sind mehr als bloßer Lifestyle-Trend – sie sind Ausdruck eines tieferen Bedürfnisses nach Verbindung zur Natur, nach Schönheit und Nachhaltigkeit im Alltag. Biophiles Design verändert die Architektur unserer Städte nun radikal.

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Wie so oft war New York der Zeit voraus. Einzelne Freaks begannen schon vor gut vierzig Jahren, auf den mit Haustechnik vollgestopften Dächern des Big Apple nach und nach geheime Oasen zu errichten. Das »Green Thumb Program« ist das größte Netzwerk von Community Gardens in den USA und wurde bereits 1978 ins Leben gerufen. Kommerzielle Gebäudeentwickler fingen an, dem Trend zu folgen. Nicht allein, weil es Nachhaltigkeitspunkte bringt, sondern auch, weil es die Lebensqualität auf eine neue Ebene hievt – und wir Stadtbewohner:innen das zunehmend fordern. Aber natürlich kommt es dank üppiger Begrünung zu ganz wesentlichen Effekten, etwa der Reduktion des Wärmeinsel-Effekts. Dachgärten absorbieren Sonnenlicht und senken die Temperatur in städtischen Gebieten, und auch die Luftqualität verbessert sich, weil die Pflanzen Schadstoffe aus der Luft filtern und Sauerstoff produzieren. Grüne Dächer können zudem große Mengen Regenwasser aufnehmen, wodurch die Belastung der Abwassersysteme reduziert wird. Und sicher haben Sie in den letzten Jahren auch bei uns bemerkt, dass es immer mehr Stadthonig gibt. Auch das ist ein Effekt der urbanen Begrünung, mit der die Artenvielfalt in der Stadt dramatisch erhöht wird. Wussten Sie, dass Stadthonig wegen der Diversität und der nicht vorhandenen Spritzmittel der Landwirtschaft nachweislich gesünder ist als jener aus ländlichen Regionen?

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