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Sachte knarzen die Stiegen bei jedem Schritt, wenn man die schmale Treppe nach oben steigt. Sanft blubbert das Licht durch die Fenster und betörend duftet das Arvenholz, das die tonangebende Verkleidung in Zimmern und Stiegenhaus ziert. In der Chesa Grischuna, Klosters einmaligem Hoteljuwel, ist nichts dem Zufall überlassen. Und das seit anno 1938. Das jüngste unter Denkmalschutz stehende Hotel der Schweiz ist ein Gesamtkunstwerk. Und kommt dabei ganz leise daher. Einst von Hermann Schneider, einem Zürcher Stararchitekten entworfen und umgesetzt, folgt es einem stringenten, allumfassenden Konzept, das für sein alpines Umfeld ungewöhnlich ist: Schneider entwarf und plante nicht nur das Haus im Bündner Stil, sondern auch Möbel und Vorhänge. Selbst vor Geschirr und Bettlaken machte seine Idee des perfekten Bündner Designs keinen Halt, wollte er doch die Essenz Graubündens einfangen. Dies ist ihm auch gelungen. Wohl deshalb heißt das Hotel auch »Chesa Grischuna«, zu Deutsch: Haus Graubünden. Komplettiert wurde dieses einzigartige Konzept von Wandzeichnungen, die sich durch das ganze Haus ziehen. An den Außenwänden begrüßen kindliche Motive von Alois Carigiet, in der Chesa Bar findet man leicht frivole Zeichnungen von Hermann Schoellhorn.
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