Das Haus am Pool

Manfred Gram, 20.06.2023

Gehört ein Poolhaus zum Pool dazu? Nicht unbedingt. Aber wer vorhat, sich so ein Objekt in den Garten zu stellen, hat einen Rückzugsort mehr. Vor allem, wenn man die kleinen Lustbauten winterfest plant. LIVING hat ein paar Best-Practice-Beispiele.

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Manchmal kommt es vor, dass gewisse Dinge nur bedingt einander bedingen. Ein Swimmingpool ohne Poolhaus ist sehr gut vorstellbar. Ein Poolhaus ohne Swimmingpool hingegen ist eher eine aberwitzige Angelegenheit, die – sollte es so etwas tatsächlich geben – vielleicht sogar als nihilistisches Statement durchgehen könnte. Ein Swimmingpool mit Poolhaus wiederum ist gewissermaßen so etwas wie eine Kür. Ein lupenreines Nice-to-have. Und wie man nicht nur aus der Sportwelt weiß: Eine gelungene Kür sorgt mitunter noch Jahre später für Gesprächsstoff. Kaum verwunderlich also, dass unter Architekt:innen die Planung von Poolhäusern eine beliebte Sache ist. Hier kann man nämlich auf überschaubarem Raum Neues versuchen, mit Raumkonzepten und Materialien experimentieren und dabei elegante Lösungen finden. Etwa im architektonischen Zusammenspiel zwischen Haupthaus, Gartenumgebung und Pool. So resümierte etwa der kanadische Architekt Michael Amantea über ein Poolhaus-projekt, das er in King City in Ontario umgesetzt hat: »Es war eine Chance, etwas Kleines zu tun, das dafür aber behutsam.« Im Detail hat Amantea einen Garten auf Vordermann gebracht, der über einen uralten Baumbestand verfügt, dummerweise aber keine Privatsphäre gegenüber der Nachbarschaft gewährte. Seine Lösung für das Problem war ein stromlinienförmiger Bau aus vor-wiegend natürlichen, warmen Materialien, der deutlich die Moderne zitiert. Das diskrete Gebilde geht als Pavillon-Poolhaus-Hybrid durch. Einerseits dezenter Sichtschutz, anderseits gibt es ausreichend Platz für Dusch- und Umkleidemöglichkeiten. Die Elementarfunktionen eines guten Poolhauses übrigens.

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