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Kultur im Spätsommer, mit einer Portion Oliven? Zwischen Akropolis und Mittelmeer eröffnet Mitte September in Athen die Art Athina. Seit 1993 gilt die Messe als Treffpunkt für nationale und internationale Positionen. Wer in Wien bleibt, profitiert von einem dichten Ausstellungsprogramm, denn die Albertina startet mit der Überblicksschau Gothic Modern: Munch, Beckmann, Kollwitz, das Kunsthistorische Museum entdeckt die flämische Barockkünstlerin Michaelina Wautier neu, und in der Albertina Modern eröffnet im Oktober Marina Abramovićs Retrospektive, gestaltet unter anderem in Kooperation mit der Royal Academy of Arts. In London selbst zeigt die Royal Academy mit Kerry James Marshall »The Histories« die bislang größte Ausstellung des bedeutenden Künstlers außerhalb der USA. Marshalls Gemälde sind symbolträchtig, hinterfragen historische Narrative, würdigen die schwarze Identität und thematisieren die Abwesenheit schwarzer Figuren in der westlichen Kunstgeschichte. Nur ein paar Straßen weiter richtet die Tate Britain gleich mit Turner and Constable zwei große Präsentationen aus. Anlässlich ihrer 250. Geburtstage treten die einstigen Rivalen in einen Dialog über Licht und Naturdarstellung. Parallel beleuchtet eine Retrospektive das fotografische Werk von Lee Miller: Zwischen Surrealismus, Mode und Kriegsfotografie rücken auch weniger bekannte Seiten ins Licht, etwa ihre ägyptischen Landschaften aus den 1930er-Jahren. Und wer Fotografie umfassend erleben will, fährt im November zur Paris Photo – ein Seismograf für das Medium und seine Zukunft.
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