Design aus Deutschland

Manfred Gram, 24.04.2025

Deutsches Design steht für Klarheit, Funktionalität und Verantwortung. Es ist aber auch vielseitig, interdisziplinär und international. Ein kurzer Exkurs in die deutsche Designgeschichte, der den Weg von der Bauhaus-Tradition bis zur nachhaltigen Eleganz der Gegenwart nachgeht.  

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Deutschem Design kann man sich auf vielen Wegen nähern – einer führt über Dieter Rams. Die Designlegende wird bald 93. Wer verstehen will, was »deutsches Design« ausmacht, kommt an ihm nicht vorbei – aus mehreren Gründen. Der offensichtlichste: Von 1961 bis 1995 leitete Rams die Designabteilung bei Braun und prägte mit seinem Team ein ganzes Zeitalter technischer Gestaltung. Ob Weltempfänger, Taschenrechner oder Zitruspressen – alle eint ein reduzierter Stil mit klaren Linien und funktionaler Eleganz. »Gutes Design ist möglichst wenig Design«, sagte Rams. Seine zehn Thesen für gutes Design, entstanden in den 1970er- und 1980er-Jahren, sind bis heute Leitfaden der Kreativbranche. Beispielhaft dafür: Jonathan Ive, langjähriger Chefdesigner von Apple, der sich bei iPhone und iPod von Rams inspirieren ließ. »Ohne Rams kein iPhone« ist vielleicht jetzt eine zu steile These – aber: Die Konzentration auf das Wesentliche, die Reduktion auf Funktion und Form sind zentrale Merkmale deutschen Designs und werden/wurden international geschätzt und übernommen.

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