Die Kirche im Dorf lassen: rurale Baukultur

Heimo Rollett, 20.07.2026

Ein Kuhstall, ein Bauernhaus von 1601, eine alte Gastwirtschaft, die zur Dorfmitte wird. Die mutigsten Immobilien entstehen gerade nicht dort, wo man sie vermutet: am Land. 

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Auf dem Land kennt man sein Material. Man weiß, wie der Stein der Region bricht, wie das lokale Holz altert, wie ein Dach aussehen muss, damit es zur Kirche passt, ohne sie zu kopieren. Diese Ortskenntnis, jahrzehntelang belächelt als provinzielle Beschränkung, entpuppt sich derzeit gerade als Trumpf. Während Stadtentwicklung oft zwischen Renditedruck und Imageprojekt pendelt, baut man am Land aus einem anderen Antrieb: weil man bleibt. Weil das Haus die nächste Generation tragen soll. Weil der Nachbar zuschaut.

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