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Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlebte Wien eine kulturelle Blüte, die in Architektur, Musik und Kunst neue Wege suchte. In dieser Atmosphäre gründeten Josef Hoffmann, Koloman Moser und der Industrielle Fritz Waerndorfer im Jahr 1903 die Wiener Werkstätte. Ihr Ziel: das starre Verhältnis zwischen Kunst und Handwerk auflösen und »schöne Dinge für den täglichen Gebrauch« schaffen. Das Programm war revolutionär: Jedes Objekt – ob Möbelstück, Tapete, Schmuck oder Schreibtischaccessoire – sollte Teil eines harmonischen Ganzen sein. Der Begriff des Gesamtkunstwerks, der zuvor in der Architektur Richard Wagners und Otto Wagners aufgetaucht war, fand hier seine konsequenteste Umsetzung.
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