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Das bunte Prozellan in auffallend schöner Farbgebung kennt man freilich schon lange, auch kleine Homeaccessoires, wie Mini-Ablageschälchen aus Leder oder Kaschmirplaids mit dem berühmten H-Logo sind Evergreens im Premium-Interiorbereich. Dass die unabhängige Luxusmarke, deren Wurzeln im Sattlerwesen liegen, Sofas, Tische und Teppiche im großen Umfang herstellt, ist jedoch neu. Das Epizentrum zurückhaltender Eleganz ist nunmehr häuslich geworden. Damit folgt Hermès konkurrierenden Unternehmen und Fashion Brands, wie Louis Vuitton, die die Lust auf Home-Shopping und Logos der letzten Jahre nutzen. Geschäftlich ein Coup, denn damit sind diese Firmen nicht nur für den Inhalt des Kleiderschranks zuständlg, sondern fertigen diesen auch gleich selbst an und lassen somit die Kasse doppelt klingeln. 2023 verzeichnete das Haus laut aktuellem Finanzbericht im ersten Halbjahr einen Rekordumsatz von EUR 6,7 Milliarden, was ein sattes Plus von 25 % bedeutet - florierender E-Commerce und der ungebrochen starke asiatische Markt sei Dank. In Asien, exklusive Japan, generiert Hermès mittlerweile 49 % seiner Umsätze, Europa schafft es nur noch auf 21 %.
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