Ein umkämpfter Markt – Vorsorgewohnungen im Wettbewerb

Walter Senk, 25.05.2022

Die Käufer:innen von Vorsorgewohnungen achten mittlerweile genau darauf, was sie kaufen und wo, denn die Konkurrenz wird stärker. Nicht von Privatpersonen, sondern von internationalen Investor:innen.

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Vor einigen Jahren waren die Investor:innen für Anlegerwohnungen noch unter sich. Der Markt war übersichtlich. Das hat sich aber geändert, und es wird enger. Viele Wohnungen werden zur Miete angeboten und die Preise dafür steigen stetig. Das liegt aber nicht daran, dass so viele Menschen in Sachwerte – sprich in Wohninvestments – flüchten, sondern vornehmlich daran, dass dies auch große Fondsgesellschaften tun. In den vergangenen Jahren – eigentlich seit der Pandemie – haben nationale und internationale Investor:innen ihr Auge auf den stabilen Wohnungssektor in Wien geworfen. »Viele Projekte kommen nicht mehr in den Einzelvertrieb, da institutionelle Investor:innen Projekte zur Gänze aufkaufen, mit sehr niedrigen Renditevorstellungen«, so Marion Weinberger-Fritz, Geschäftsführerin Raiffeisen Vorsorge Wohnung. 2021 nahm das Segment Wohnen laut EHL-Marktbericht bei den Investor:innen mit 35 Prozent den ersten Platz ein, gefolgt von Büro mit 24 Prozent und Einzelhandel mit 17. Das heißt, von den 4,55 Milliarden Euro, die Großinvestor:innen in Immobilien veranlagten, flossen knapp 1,6 Milliarden in Wohnimmobilien.

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