Floral skulptural: Die Gestaltung der neuen Blumenkünstler:innen

Elisabeth Klokar, 28.05.2025

Zwischen opulenter Inszenierung und stiller Fragilität: wie moderne Blumenkünstler:innen Gestaltung neu definieren, florale Trends setzen und warum die jahrhundertealte Ikebana-Kunst als meditativer Gegentrend neue Wurzeln schlägt.

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Blumen sind symbolgeladen, prachtvoll und vergänglich. Genau das macht sie so faszinierend. In den Händen einer neuen Generation werden sie nun zu einem Medium kreativer Ausdruckskraft. Denn abseits der klassischen Bindekunst geht die moderne Floristik heute neue Wege: Orchideen, Pfingstrosen oder die lange unterschätzte Nelke erhalten ein neues Image. Klassische Straußformen werden aufgelöst, Pflanzen schweben von der Decke, Blüten erscheinen seziert und fragmentiert in überraschenden Konstellationen. Der Grund? Viele der heutigen Gestalter:innen, wie Ruby Barber oder Harriet Parry, haben einen künstlerischen Hintergrund, so auch die Britin Rebecca Louise Law, die mit botanischen Materialien immersive Kunst­installationen kreiert. »Jeder Raum ist Bühne – jede Person anders. Die Gestaltung verbindet beide«, erklärt Andreas ­Bamesberger vom Wiener Atelier Zweigstelle. Seine Arbeiten reichen von blühenden Szenografien bis zu luftigen Tischarrangements, abgestimmt auf Menschen und Orte.

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