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Einen Umbau des historischen Pavillons hatten das Architekturkollektiv AKT und der Wiener Architekt Hermann Czech für den österreichischen Beitrag zur 18. Architektur Biennale geplant. Denn die »Giradini» umgibt eine meterhohe Mauer, der sie von der Stadt und ihrer Bevölkerung trennt. Der Österreichische Pavillon liegt genau an dieser Grenzmauer des Biennale-Areals zur Stadt. Die dortige Nachbarschaft steht sinnbildlich für die sozialräumliche Entwicklung Venedigs in jüngerer Vergangenheit: die Biennale als Ort des Kunsttourismus, der umliegende Stadtteil »Castello« als ein noch überwiegend von lokaler Bevölkerung bewohnter Bezirk und umstrittenes Entwicklungsgebiet. Durch den ursprünglich geplanten Umbau wäre ein Teil des Pavillon frei zugänglich geworden, als Versammlungsraum der Bevölkerung. Eine sinnbildliche Öffnung der Biennale in Richtung Stadt und Einwohner:innen. Denn im Zentrum des archetektonischen Eingriffs stand die Frage nach Raumhoheit in einer Stadt, deren Boden auf natürliche Weise begrenzt ist und in der leistbarer Wohnraum zusehends touristischer Nutzung oder Luxusquartieren weicht.
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