Glamourous Experiences: Die großen Schmuckhäuser inszenieren sich architektonisch wie Kunstgalerien

Karin Cerny, 18.12.2024

Der Einzelhandel meldet sich zurück – und er tut es mit Stil. Mit aufwendig gestalteten Boutiquen schaffen Architekten unvergessliche Einkaufserlebnisse, die weit über das bloße Shoppen hinausgehen.

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Totgesagte leben bekanntlich länger. Das Onlineshopping hatte die kleinen besonderen Geschäfte im letzten Jahrzehnt langsam, aber beständig verdrängt. Nach der Pandemie aber feiert der Einzelhandel ein grandioses Comeback. Kund:innen suchen wieder das direkte Einkaufserlebnis. Passend dazu erfinden sich die Stores neu. Sie haben erkannt, dass es nicht darum geht, bloß schillernde Verkaufsfläche zu sein. Sie präsentieren sich wie Kunstgalerien: Kund:innen sollen kommen, um sich inspirieren zu lassen. Der Verkaufsaspekt drängt sich nicht unangenehm in den Vordergrund, das Erlebnis steht im Zentrum. So manche Geschäfte ermöglichen Reisen im Kopf wie etwa Kopi in Warschau, eine Schmuckboutique, in der man sich wie in einem marokkanischen Zelt mitten in der Wüste fühlt. Die Nischen sollen an Höhlen im Atlasgebirge erinnern, alles ist organisch rund. Die Lichter an der Decke lassen Assoziationen an einen sternenklaren Nachthimmel aufkommen. Natalia Kopiszka, die Designerin und Gründerin der Marke, ließ sich von ihren Reisen inspirieren, Noke Architects haben ihre Wünsche umgesetzt. Ein weiterer zentraler Faktor beim Einkaufen: Exklusivität. Man möchte Raum und Zeit vergessen, sich rundum privat verwöhnt fühlen.

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