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Ein Kräutergarten, eine grüne Blumenwiese, eine räumliche Collage aus Obstbäumen in unterschiedlichster Blütenfolge, die ins Fachwerk hineingestellt wurden, als handle es sich dabei um kleine Bonsai-Miniaturen in einem hölzernen Bücherregal. Mit dem Unterschied, dass das Wohnzimmer in diesem Fall die Stadt Tokio ist und statt der Bücher moderne Büros mit Lounges, Schreibtischen und hochwichtigen Konferenztafeln ins Regal platziert wurden – mit Blick hinaus ins Freie, ins riesige Atrium, auf eine der Terrassen, die in die Fassade hineingeschnitten wurden und wo einem das Lüftchen um die Ohren pfeift, irgendwo hoch oben zwischen der 60. und der 70. Etage. Was heute noch Zukunftsmusik ist, wird sich in den nächsten 18 Jahren als überaus reale Gegenwart präsentieren, geht es nach dem japanischen Forstunternehmen -Sumitomo Forestry. Zu seinem 350-jährigen Jubiläum nämlich möchte sich das 1691 gegründete Holzimperium, das sich seit damals um die Bewirtschaftung der japanischen Waldflächen kümmert, mit einer neuen Unternehmens-zentrale belohnen. Im Tokioter Bezirk Marunouchi soll dafür ein 350 Meter hohes Holzhochhaus entstehen, das auf den Namen W350 hört – ein Höhenmeter für jedes bestehende Firmenjahr. Kolportierte Baukosten: 600 Milliarden Yen, rund 4,8 Milliarden Euro. Geplante Fertigstellung: 2041.
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