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Der Scherz kam punktgenau zur rechten Zeit: Am 1.April verkündete das Online-Portal Archinect, man habe den Bot ChatGPT zum neuen Chefredakteur gemacht. Zitiert wurde der Bot mit einer perfekt formulierten Dankesrede aus schönen und nichtssagenden Buzzwords. Täuschend echt. Archinect bleibt natürlich – bis auf weiteres – menschlich, doch die Künstliche Intelligenz und ihre Bildgeneratoren wie ChatGPT, Midjourney oder DALL-E haben die Welt in Aufregung versetzt. Die einen sehen darin die größte Revolution seit der Erfindung des Rads, die anderen den Untergang der Menschheit. Das gilt auch für die Architektur- und Designwelt. Was bedeutet es für die Eigenmarke, wenn ChatGPT in Sekunden ein »Haus à la Zaha Hadid« ausspucken kann? Viele spüren hier eine unheimliche, gesichtslose Konkurrenz, andere haben KI als sinnvolles Werkzeug entdeckt. Eine Flut von KI-Konferenzen brach herein, und das Wiener Mak widmete den neuen Bild- und Raumwelten die Ausstellung »imagine: Eine Reise in die neue Virtualität«, die zwischen Utopie und Dystopie und schönen Traumwelten balanciert.
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