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Der deutsche Designer Stefan Diez macht Dinge gerne anders, um an Lösungen zu kommen. Lösungen, die sich unter dem Strich durch hohe Präzision, klare Formensprache und Funktionalität auszeichnen. Alltagsdesign im besten Sinne also. Das katapultierte den 53-Jährigen in der internationalen Design-Branche ganz nach oben. Seit Jahren setzt sich Diez aber auch damit auseinander, wie gutes Design einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten kann: »Design muss bestehende Ressourcen und Strukturen überdenken und umbauen, sodass sie schnell zu funktionierenden, nachhaltigen Lösungen werden. Der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft ist in diesem Zusammenhang eine der wichtigsten Herausforderungen«, so Diez. Diez, der an der Wiener Universität für angewandte Kunst seit 2018 eine Professur für Industriedesign innehat, formulierte vor drei Jahren durchaus öffentlichkeitswirksam einen »Leitfaden für Design in der Kreislaufwirtschaft«. Der beinhaltet, ohne Moralinsäure, zehn Gebote, wie Produkte heute sein sollten, damit sie möglichst wenig bis gar keinen Schaden an Natur und Umwelt anrichten. Das Diez’sche Postulat bringt dabei aktuelle Nachhaltigkeitsdiskurse exakt auf den Punkt, stellt sich damit aber auch ein wenig quer zur Industrie, die in gewisser Weise davon abhängig ist, dass permanent Neues produziert wird. Lauten doch die ersten drei Punkte, die Diez formuliert, zusammengefasst, dass Produkte lange nützlich sein, sich reparieren lassen und möglichst lange am Markt bleiben sollen.
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