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Wild und anarchisch, überbordend und chaotisch – und auch ein bisschen gefährlich. Das ist nur eine Handvoll der Assoziationen, die wohl so mancher mit der Hafenstadt Neapel hat. Gut, noch mindestens eine Handvoll kulinarischer Assoziationen kommt noch dazu. Aber zeitgenössische Kunst? Das erwartet man hier nicht unbedingt, zwischen römischen Spuren, barocken Kirchen und Palazzi, deren Fassaden geschwärzt sind von den Abgasen zahlloser Mofas. Aber genau dort findet sie sich, und das reichlich: In alten Gemäuern versteckt, elektrisiert von der Spannung des Temporären, das immer auf der Kippe zu stehen scheint, und immer wieder am Überleben gehalten wird vom großartigen Improvisationstalent der Neapolitaner:innen.
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