Werbung
In der Kunst ermöglichen sichtbar gemachte Inspirationsquellen immer einen neuen Blick. In Wien zeigt die Albertina, unter der neuen Leitung von Ralph Gleis, eine Ausstellung zu Matthew Wong und Vincent van Gogh. Letzterer hat den chinesisch-kanadischen Maler neben Henri Matisse, Shitao, Gustav Klimt, Yayoi Kusama und Alex Katz besonders beeinflusst. Wong, der 2019 im Alter von 35 Jahren verstarb, ließ sich in seinen späten Werken von der intensiven Farbgebung und dem emotionalen Ausdruck des Niederländers inspirieren. Auch biografische Parallelen in der Gegenüberstellung laden zum Erforschen ein. Van Gogh geht dieses Jahr aber noch einen Dialog ein: Der Auseinandersetzung mit der Natur und den existenziellen Fragen des Lebens wird in Amsterdam nachgespürt, wo Anselm Kiefer und Vincent van Gogh zugleich im Van Gogh Museum und Stedelijk Museum aufeinandertreffen. Kiefer, bekannt für seine monumentalen Arbeiten, die die Nachkriegszeit und ihre Traumata thematisieren, begegnet hier den Seelenlandschaften und Porträts des Post-Impressionisten. Erinnerungsgeografien spielen in der Tate London eine Rolle, wo man Teil der immersiven Stoffarchitekturen und Installationen des koreanischen Künstlers Do Ho Suh wird.
Werbung