My City Bozen

Redaktion, 16.01.2024

»Bozen muss man genießen«, sagt Architekt David Calas über seine Heimatstadt. LIVING verrät er seine Insider-Tipps für das charmante Südtiroler Städtchen.

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Landschaftlich liegt sie perfekt, die Stadt im Zentrum Südtirols, nahe des Zusammenflusses von Etsch und Eisack und ihrer beiden Täler. Architektonisch spiegelt Bozen die wechselhafte Geschichte der Region wider: Die alpine Altstadt mit ihren Arkaden und daneben die italianisiert-südliche Stadterweiterung der Moderne aus den 1920ern und 1930ern. Hier Bozen, dort Bolzano. Heute ist beides zusammengewachsen und wurde von neueren Entwicklungsschüben überlagert. Architekt David Calas, gebürtiger Bozner, ist in all diesen Schichten zu Hause, nicht erst seitdem er seiner Heimat das Buch »Schauplätze der Architektur in Südtirol« widmete. Südtirols Architektur der letzten Jahrzehnte ist von herausragender Qualität, besonders die Weingüter stechen hier hervor. Kein Wunder, dass David Calas auch sein Best of Bozen nach kulinarischen Gesichtspunkten zusammenstellt. Ein Auftakt im Café im Waaghaus am Kornplatz – »eine sehr gelungene Revitalisierung und ein belebtes Erdgeschoß«, gefolgt von einem Flanieren Richtung Westen nach Firmian. Wer gutes Schuhwerk hat, kann hier zum Messner Mountain Museum auf Schloss Sigmundskron hinaufsteigen, mit starker Geste umgebaut vom mehrfach preisgekrönten Architekten Werner Tscholl. Man kann aber auch an der Piazza Maria Montessori einen Kaffee nehmen, bevor es zurück Richtung Zen-trum geht, zum gläsernen Kubus des Museion. »Hier steht ein guter Freund von mir an der Bar, und die Negronis sind ausgezeichnet«, sagt Calas – und danach geht es zurück in die Gewölbe der Altstadt für weitere architektonisch-kulinarische Erlebnisse.

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