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Neulich in einem angesehenen Sternerestaurant in Wien: Ein international renommierter Chef war zu einer Gastperformance geladen, um zu zeigen, was es heißt, kulinarische Designkreationen auf den Teller zu zaubern. Man orientiere sich dabei an der Kunst, hieß es, sozusagen Kulinarisches so kunstgerecht zu inszenieren, dass es weniger mit -einer Speise als mit der Schaffensekstase eines Damien Hirst gleichzusetzen sei. Kunst auf dem Teller also, die auch noch schmecken und überzeugen soll. Geht sich das aus? Eine ernst zu nehmende Bewegung oder doch nur eine künstlich hochstilisierte Modeerscheinung? Experten und Food-Stylisten sind sich einig, dass sich die moderne Kunstküche mittlerweile als mehr als nur ein Trend in der gehobenen Gourmetszene etabliert hat. Essen sei zu einem Tool der Selbstverwirklichung avanciert. Lebensmittel werden immer mehr zur Ausdrucksform der Persönlichkeitsentwicklung, heißt es in Fachkreisen. Eine gewisse Optik ist deshalb naheliegend. So ist die Präsentation eines Gerichts Teil der Kreativität eines Kochs und damit zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Ganzen geworden. »Bei Food Design ist es wie in der Mode oder beim Interior«, bringt es der Foodstyle-Experte Martin Hablesreiter noch konkreter auf den Punkt. »Es ist ein laufender, sich ständig verändernder Prozess und für die moderne Küche nicht mehr wegzudenken.«
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